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Potsdam – Guben – Hollywood - Komparsen gesucht

Erste Dreharbeiten gab es schon im Berliner Helmholtz-Zentrum. In Guben und Gubin geht es nächste Woche weiter.
Erste Dreharbeiten gab es schon im Berliner Helmholtz-Zentrum. In Guben und Gubin geht es nächste Woche weiter. FOTO: zvg
Guben/Gubin. In der kommenden Woche starten in Guben und Gubin aufwendige Dreharbeiten für einen "kosmischen" Film. Die Macher kommen von der Filmuni Babelsberg und suchen nun nach Komparsen aus der Region. Daniel Schauff

"Es könnte Straßensperrungen geben", sagt Johannes Wöpkemeier. Auf Gubiner Seite ebenso wie auf der Gubener Seite der Neiße. Schließlich braucht eine Filmproduktion wie die der Filmuni Babelsberg eine Menge Platz. 35-köpfig ist das Team, darunter fünf Schauspieler und 30 junge Männer und Frauen an und hinter den Kameras. In der kommenden Woche soll in der Doppelstadt der Bachelor-Abschlussfilm "Kosmos Maa" entstehen. "In Guben und Gubin hat es gepasst", sagt Wöpkemeier, der die Produktionsleitung übernommen hat. Entlang der deutsch-polnischen Grenze hatte das Team nach einem geeigneten Drehort gesucht und war auf Guben und Gubin gestoßen. Dort war die nötige Infrastruktur vorhanden, die Turnhallen geeignet für den "kosmischen Film", der bereits seit eineinhalb Jahren in Arbeit ist, für den aber erst jetzt die Dreharbeiten laufen.

Davor stand neben dem Schreiben des Drehbuchs und jeder Menge Vorbereitung eben auch die Suche nach einem Drehort auf dem Programm. Sowohl Bartlomiej Bartczak, Bürgermeister von Gubin, als auch Fred Mahro, amtierender Verwaltungschef in Guben, seien von dem Projekt begeistert gewesen, sagt der Filmstudent. Nicht nur, dass das Team als Basis-Büro den Ausstellungsraum im Gubener Rathaus nutzen kann, für Unterkünfte ist auch gesorgt - in der Pension "Zur Neiße", im Hotel Waldow, in der Pension "Biber and Bike", in der Bergschänke, in der Pension Hoeber und im Neuzeller Klosterhotel ist die Mannschaft aus Potsdam untergebracht.

In dem 30-minütigen Film, der in der kommenden Woche zu einem großen Teil abgedreht werden soll, geht es unter anderem um drei Kinder, die für ihren Traum, Kosmonauten zu werden, trainieren. Etwa drei Minuten Film werden pro Tag entstehen, erklärt Produktionsleiter Johannes Wöpkemeier, knapp elf Stunden pro Tag wird das Team in der letzten Oktoberwoche in Guben und Gubin beschäftigt sein. "Ein straffes Programm", sagt Wöpkemeier.

Was den Filmemachern nach geschriebener Geschichte, erreichtem Drehort und bezogenen Zimmern noch fehlt, sind Komparsen, die Lust haben, dabei zu sein. Rund zehn Erwachsene werden in der Umgebung gesucht, möglichst einer mit Pkw, dazu fünf bis zehn Kinder ab fünf Jahren.

Zum Thema:
Wer beim Filmdreh der Studenten aus Potsdam dabei sein will, kann sich unter der E-Mail-Adresse kosmosmaa@mail.de beim Produktionsteam melden. Finanziell werden die Filmemacher unterstützt von der Gubener Christian-Alexander-Stiftung, der Bäckerei Dreißig sowie den Stiftungen Hardenberg, Meyer-Struckmann, Tuletorn und Rainer Bickelmann.