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| 13:56 Uhr

Guben
Polnisch-Kurse für den Krankenhaus-Alltag

Über 120 Mitarbeitende des Naemi-Wilke-Stifts in Guben lernen Polnisch für medizinische Fachkräfte.
Über 120 Mitarbeitende des Naemi-Wilke-Stifts in Guben lernen Polnisch für medizinische Fachkräfte. FOTO: Renate Kulick-Aldag / Naemi-Wilke-Stift
Guben. Das Naemi-Wilke-Stift lässt derzeit mehr als 120 Mitarbeiter speziell fortbilden, um Sprachbarrieren abzubauen.

Mehr als 120 Mitarbeitende des Naemi-Wilke-Stifts in Guben drücken wieder die Schulbank. Sie nehmen an einem Sprachkurs teil, um Polnisch für medizinische Fachkräfte zu lernen. Patienten aus dem Nachbarland sollen nicht nur medizinisch gut versorgt werden, sondern sich auch sprachlich gut aufgehoben fühlen, heißt es in der Mitteilung des Stifts.

Die Referenten Dr. Agnieszka Zgrzywa und Dr. Jan Zgrzywa von  der Europa-Universität Viadrina unterrichten die Mitarbeiter mit dem besonderen Augenmerk auf arbeitsbezogene Vokabeln und Redewendungen. Der erste Kurs mit 83 Teilnehmern in sechs Gruppen begann diese Woche. 48 anderthalbstündige Unterrichtseinheiten wird es geben.

Im gesamten Krankenhaus soll die Zweisprachigkeit gefördert werden. So wird das Wegeleitsystem deutsch-polnisch gestaltet und es werden zweisprachige Informationsmaterialien ausgelegt. Die Initiative ist Teil des auf drei Jahre ausgelegten Projektes „Gesundheit ohne Grenzen“, das im April 2017 im Naemi-Wilke-Stift gestartet wurde und mit 343 000 Euro aus dem Programm Interreg gefördert wird. 60 000 Euro steuert die Stiftung aus Eigenmitteln bei.

Das vergangenes Jahr gestartete Projekt soll in drei Jahren Grundlagen für eine grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung in der Region Guben/Gubin mit dem Einzugsgebiet von rund 48 000 Einwohnern schaffen. Bereits im vergangenen Jahr fanden zwei Workshops zur grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung statt.

Zurzeit wird außerdem eine Machbarkeitsstudie erarbeitet, um die Gesundheitsversorgung in der Grenzregion langfristig zu sichern und qualitativ weiter zu entwickeln. Dazu gehört auch der Aufbau einer deutsch-polnischen Gesundheitskoordination, die Patienten und Akteure beraten und begleiten soll.