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Polizeigroßeinsatz nach Streit in Guben

Ein Blaulicht der Polizei. Foto: Friso Gentsch/Archiv
Ein Blaulicht der Polizei. Foto: Friso Gentsch/Archiv
Guben. Ein verschmähter Liebhaber hat am Freitag in Guben für einen Großeinsatz der Polizei gesorgt und vier Beamte so schwer verletzt, dass sie im Krankenhaus behandelt werden mussten und dienstunfähig sind.

Am frühen Freitagnachmittag wurde die Polizei zu einem Beziehungskonflikt in die Dr.-Külz-Straße in Guben (Spree-Neiße-Kreis) gerufen. Der Ex-Freund einer jungen Frau hatte versucht, sich gewaltsam Zutritt zu der Wohnung zu verschaffen. Die Beamten bemühten sich den Konflikt im Gespräch zwischen den beiden Parteien zu schlichten. Leider vergeblich.

Der 25-jährige verschmähte Freund der Frau rastete aus und drohte, mit einem Messer auf die Polizisten einstechen zu wollen, teilte am Abend Polizeisprecher Ralph Meier mit. Der mutmaßliche Kampfsportler griff die Beamten demnach an und schlug brutal auf sie ein. Erst nach dem Eintreffen weiterer Polizeikräfte und des Einsatzes von Pfefferspray konnte er überwältigt und vorläufig festgenommen werden.

Anwohner berichteten von fünf großen Mannschaftswagen sowie mehreren Streifen- und Rettungsfahrzeugen; die am Ort des Geschehens waren. Nach dem Eintreffen der Verstärkung soll der brutale Ex-Liebhaber schließlich aufgegeben habe. Nach etwa zwei Stunden rückten die Polizeikräfte gegen 16Uhr erst wieder ab Bei der Auseinandersetzung wurden drei Polizisten und eine Polizistin verletzt. Alle vier Beamten mussten im Krankenhaus behandelt werden und waren nicht mehr einsatzfähig. "Der Mann befindet sich derzeit im Polizeigewahrsam. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen", teilte Meier mit.