| 02:36 Uhr

Polizei ermittelt zu illegaler Plakataktion

Auch am Gubener Hochhaus hingen Plakate mit fremdenfeindlichen Sprüchen.
Auch am Gubener Hochhaus hingen Plakate mit fremdenfeindlichen Sprüchen. FOTO: Schauff
Guben. Die Ermittlungen der Polizei zu den Plakaten und Wurfzetteln mit ausländerfeindlichem Inhalt laufen aktuell. Ergebnisse gibt es noch keine, erklärt Torsten Wendt, Pressesprecher der Polizeidirektion Süd. Silke Halpick

Seinen Angaben zufolge gestalten sich die Ermittlungen in solchen Fällen grundsätzlich schwierig, wenn es keine Hinweise auf den Urheber gibt.

Bereits in der vergangenen Woche sind Plakate mit dem Schriftzug "Refugees not welcome" (Flüchtlinge nicht willkommen) an mehreren Stellen in der Stadt aufgetaucht. Sie hingen unter anderem am Bauzaun am Hochhaus in der Schillerstraße, am Freibad in der Friedrich-Engels-Straße, am Westfriedhof sowie in der Damaschke- und Kaltenborner Straße. "Es gab Hinweise von Bürgern, aber auch Mitarbeiter des Ordnungsamtes hatten die Plakate gefunden", sagt Bernhard Schulz, Pressesprecher der Stadt Guben, auf RUNDSCHAU-Nachfrage. Einige der Plakate waren gedruckt, andere offenbar in Eigenregie hergestellt. Das Ordnungsamt hat sowohl die Plakate als auch die Wurfzettel sofort entfernt, betont Schulz.

Eine "so geballte Aktion", die an "mehreren Stellen zeitgleich" stattfand, habe es in Guben bislang noch nicht gegeben, sagt er. Die Schmierereien an Fassaden, mit denen Guben in jüngster Vergangenheit konfrontiert wurde, werden den Angaben zufolge Tätern aus der linksextremen Szene zugeordnet.

Ebenfalls in der Vorwoche hatte Unbekannte in anderen Landkreisen Brandenburgs die Ortseingangsschilder mit fremdenfeindlichen Parolen beklebt.