ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 15:46 Uhr

Polizei-Angreifer aus Guben wieder frei

FOTO: © Arno Bachert - Fotolia.com
Guben. Ein verschmähter Liebhaber hat am Freitag in Guben vier Polizisten verletzt. Die Deutsche Polizeigewerkschaft verlangt harte Strafen für Gewalttäter und fordert: Beamte müssten sich mit Elektroschockern wehren können. slu/dpa

Der Mann, der am Freitag vier Polizisten verletzt hat, ist wieder auf freiem Fuß. Das sagte ein Polizeisprecher am Sonntag der RUNDSCHAU. Der Kampfsportler hatte die Beamten bei einem Einsatz in Guben (Spree-Neiße) attackiert, schwer verletzt und war danach vorläufig festgenommen worden. Welcher Art die Verletzungen sind, sagte der Polizeisprecher am Wochenende nicht. Heute will die Polizei darüber informieren. Die Polizisten seien am Wochenende wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden, in das sie nach dem Angriff des Kampfsportlers gebracht worden waren.

Am Freitag hatte der verschmähte Ex-Freund einer jungen Frau in Guben die Polizisten angegriffen und verletzt. Der 25-Jährige hatte laut Polizeidirektion Süd versucht, in die Wohnung der Frau zu gelangen. Als die Polizisten den Streit schlichten wollten, habe er ein Messer gezogen. Der Mann schlug auf die Beamten ein. Mit Hilfe von Pfefferspray hätten Polizisten den Angreifer überwältigt.

Der Brandenburger Verband der Deutschen Polizeigewerkschaft verlangt mehr Schutz für Polizisten. Lutz Thierfelder, Vize-Landeschef der Gewerkschaft, sagte: "Die Landesregierung muss für einen schnellen und flächendeckenden Einsatz von Bodycams sorgen." Das sind am Körper der Polizisten befestigte Kameras. So könnten Gewalttäter von ihren Taten abgehalten werden. Zudem stünde Videomaterial zur Aufklärung bereit. Außerdem solle der Einsatz von Elektroschockern geprüft werden. Jeder körperliche Angriff auf Beamte müsse mit einer Haftstrafe von mindestens sechs Monaten bestraft werden.