Der Gubener AfD-Landtagsabgeordnete Daniel Münschke und seine Familie werden bedroht. Am Wochenende erhielt er laut Polizei einen entsprechenden Brief mit bösartigen Beschimpfungen. Darin wird der Politiker und seine Familie auch mit dem Leben bedroht. Polizeisprecherin Ines Filohn: „In dieser Diktion habe ich das noch nicht erlebt. Ähnliche Briefe gibt es immer wieder bei verschiedenen Parteien, gerade auch zuletzt im Rahmen des Landtagswahlkampfes. Aber dieses Schreiben war sehr böse und strotzt nur so vor Hass.“

Staatsschutz ermittelt

Der Brief soll sich demnach eindeutig auf Münschkes politische Arbeit in der AfD beziehen. Daraufhin hat der polizeiliche Staatsschutz die Ermittlungen zur Aufklärung der Straftat aufgenommen.

Münschke selbst bestätigte am Montag den Eingang des Briefs. „Ich war erst mal sprachlos, nachdenklich, geschockt und ein bisschen besorgt über die weitere Zukunft. Vielleicht ist man jetzt etwas vorsichtiger und schaut mehr nach links und rechts, wer neben einem läuft. Ich habe aber keine direkte Angst, auch wenn es ein klares Bekenntnis war“, erklärt Münschke gegenüber der RUNDSCHAU.

Politische Arbeit wird fortgesetzt

Der Landtagsabgeordnete ist im engen Kontakt mit der Polizei, die sich aus ermittlungstaktischen Gründen nicht weiter zu den Schutzmaßnahmen äußern wollte. Folgen für seine politische Arbeit wird der Drohbrief für den AfD-Politiker nach eigenen Angaben aber keine haben: „Es hat Gründe, warum ich in die AfD eingetreten bin. Meine Positionen sind hinlänglich bekannt, deswegen wundert es mich umso mehr, warum ich ausgerechnet jetzt so einen Brief erhalte“, so Münschke.

Der 39-Jährige zog als Direktkandidat ins Parlament. Er war 2018 Bürgermeisterkandidat in Guben, unterlag aber dem CDU-Amtsinhaber.