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| 01:05 Uhr

Plattenbau-Reste lassen grüßen

Eisenhüttenstadt.. Die Begriffe „Stadtumbau“ und „Projekt EisenhüttenStadt 2030“ können einige Bewohner der Siedlung am Waldrand in Eisenhüttenstadt nicht mehr hören. (moz)

Sie wohnen zwar seit mehreren Jahren in neu errichteten Häusern am Stadtrand, der Blick aus Fenster und Balkon wird aber durch Rudimente des längst ad acta gelegten Plattenbaus getrübt. Auf dem privaten Nachbargrundstück am Waldrand lagern nun schon seit Jahrzehnten Betonreste der einstigen Baustraße, auf der das Wohngebiet Mittelschleuse errichtet wurde.
„Inzwischen ist das ein Abenteuerspielplatz geworden“ , sagt Wilfried Steinberg, Anwohner und Stadtverordneter. Kinder fahren auf Mountainbikes auf den Betonresten herum, andere kriechen durch Röhren. Seit zwei Jahren drängen die Anwohner auf eine Lösung des Problems beim städtischen Ordnungsamt - bislang ohne Erfolg. Denn die Fläche, bestätigt auch Martina Harz von der kommunalen Ordnungsbehörde, sei Privateigentum der Firma AVM, die auch die benachbarten Wohnungen verwalte.
Der Verwaltung sind die Hände gebunden. Martina Harz sagt, sie hätte keine Möglichkeit, den Eigentümer zu verpflichten, das Material zu beseitigen. Und die Stadt selbst kann das auch nicht auf eigene Faust tun, denn das Grundstück samt Betonresten gehört ihr nicht. „Der Eigentümer sieht auch keine Notwendigkeit, das Grundstück zu beräumen“ , sagt Martina Harz. Inzwischen hat die Stadt Angebote eingeholt, um die Summe einschätzen zu können, die für Beseitigung und Recyceln der Betonplatten aufgebracht werden müsste. „Diese Angebote haben wir dem Eigentümer zugeleitet“ , sagt die Leiterin des Bereichs Ordnung und Sicherheit bei der Stadt.
Den Mietern am Waldrand genügt das nicht. Aus ihrer Sicht ist das Gelände sowohl Schandfleck als auch Gefahrenschwerpunkt.