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PGE düpiert Kommission der Eurostadt Guben-Gubin

Guben. Eigentlich sollten in der Sitzung der gemeinsamen Kommission der Eurostadt Guben-Gubin am Montagabend die Tagebaupläne auf deutscher und polnischer Seite besprochen werden. Dafür waren Vertreter der Lausitzer Energie AG (Leag) und des staatlichen polnischen Energiekonzerns Polska Grupa Energetyczna (PGE) geladen. Michèle-Cathrin Zeidler

Doch während die Leag detailliert die Braunkohlefolgelandschaft für das Tagebaufeld Jänschwalde vorstellte, verweigerte der PGE den Bericht. "Wir sind nicht berechtigt Informationen weiterzugeben", hieß es von den PGE-Vertretern. Auch auf die Fragen der Abgeordneten wurde nicht geantwortet.

Dabei hätte die Kommission gerade die Entwicklungen auf der polnischen Seite interessiert, denn dort ist ein Tagebau zwischen Gubin und Brody geplant. Das Verfahren wurde von den polnischen Behörden allerdings ausgesetzt, weil PGE als künftiger Betreiber noch wichtige Unterlagen nachreichen muss. "Wir sind enttäuscht, dass sie uns keine Informationen weitergeben können", so Bartlomiej Bartczak, Bürgermeister von Gubin. "Das hatten wir für heute erwartet, denn eigentlich ist es allerhöchste Eisenbahn." Auch Kommissionsvorsitzender Günter Quiel zeigte sich enttäuscht und forderte binnen zwei Wochen einen Zwischenbericht von der PGE.