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| 17:37 Uhr

Straße
Petition gegen Schlaglochallee

In der Birkenallee reiht sich Schlagloch an Schlagloch. Dabei ist die Straße der schnellste Weg nach Guben. Ortsvorsteher Gert Richter will mit einer Petition auf das Problem aufmerksam machen.
In der Birkenallee reiht sich Schlagloch an Schlagloch. Dabei ist die Straße der schnellste Weg nach Guben. Ortsvorsteher Gert Richter will mit einer Petition auf das Problem aufmerksam machen. FOTO: Michèle-Cathrin Zeidler
Deulowitz. Der „Robin Hood der Birkenallee“ kämpft weiter für eine bessere Anbindung von Deulowitz.

Schlagloch an Schlagloch - der schlechte Zustand der Birkenallee ist für die Deulowitzer ein großes Ärgernis. „Der Zustand der Straße ist katastophal und unzumutbar“, betont Ortsvorsteher Gert Richter im Hauptausschuss am Montag. „Ich finde es in der heutigen Zeit unwürdig, unseren Kindern eine solche Straße anzutun.“ Bereits seit seiner Amtsübernahme vor zehn Jahren fordert der Ortsvorsteher den Ausbau des rund 1,3 Kilometer langen Weges. Nun hat er sich mit einer Petition direkt an die Stadtverordneten gewendet.

„Der Weg wird von vielen Einwohnern als kürzeste Verbindung nach Guben genutzt“, weiß Gert Richter, der in der Gubener Stadtverwaltung einen Ruf als „Robin Hood der Birkenallee“ innehat. Besonders die ältere Generation fahre häufig auf diesem Weg zum Bäcker oder Metzger und auch viele Pflegekräfte der Seniorenresidenz müssten mehrmals täglich den zahlreichen Schlaglöchern der Straße ausweichen.

Bei Regen werden die Schäden besonders gut sichtbar.
Bei Regen werden die Schäden besonders gut sichtbar. FOTO: Gert Richter

„Außerdem benutzen die Deulowitzer Kinder mit ihrem Fahrrad die Straße auf dem Schulweg oder auf ihrer Fahrt zu den Kultureinrichtungen der Stadt“, erklärt der Ortsvorsteher. „Egal ob mit dem Auto oder mit dem Fahrrad – jeder weiß um den unmöglichen Zustand der Birkenallee.“ Dies bestätigt auch Herbert Gehmert (Gub-SPN) im Hauptausschuss. „Wer Rad fährt, kennt diese Strecke. Und sie ist wirklich unschön“, weiß der Ausschussvorsitzende. Christiane Fritschka ergänzt: „Dieses Thema begleitet uns schon etliche Jahre. Wir haben Probleme, diesen Weg zu sanieren.“

Bisher fehlte der Stadt immer das Geld für einen Ausbau der Straße. „Gerne wird in diesem Zusammenhang auch auf den Weg über die Obersprucke und Gerhart-Hauptmann-Straße verwiesen“, erläutert der Deulowitzer Ortsvorsteher. „Doch das ist ein Umweg und durch die Steigung müssen die Radfahrer einen Berg hinaufschieben.“

Da das Geld für eine neue Straße fehlt, wird nach Aussagen der Stadtverwaltung der unbefestigte Weg jährlich instand gesetzt. Zuletzt im vergangenen Sommer. „Die Löcher werden einfach zugeschoben, ohne verdichtet zu werden. Mit dem ersten Auto entsteht eine Senke und mit dem ersten Regen eine Pfütze“, kritisiert Gert Richter das Vorgehen der Stadt. „In kürzester Zeit sind die Schlaglöcher wieder da. Das ist Pfusch.“ Sein Wunsch wäre, eine aspaltierte Straße oder zumindest ein befestigter Radweg auf einem Streifen der sechs Meter breiten Birkenalleee.

Günther Krause (FDP) macht sich im Hauptausschuss für diese Lösung stark. „Der Betonweg ist für den großen Verkehr der Weg nach Guben, aber für den Schulweg wäre ein Radweg auf der Birkenallee die richtige Lösung.“ Auch Monika Birkholz (FDP) fragt sich, ob eine Finanzierung über die Schulwegsicherung eine Option wäre. Doch der amtierende Bürgermeister Fred Mahro schüttelt den Kopf. Dafür sieht er wenig Chancen. „Aktuell besuchen 28 Kinder aus Deulowitz Schulen in Guben.“ Dabei sei die Stadtverwaltung bei der Beschaffung von Geld für Projekte durchaus kreativ, betont Mahro.

„Finanziert werden könnte das Projekt durch die bei der Kreisgebietsreform eingesparten 400 Millionen Euro“, so die Vorstellung von Gert Richter. Schließlich habe man nun vor, das vorgesehene Geld unter anderem in die ländliche Entwicklung zu stecken. An dieser Stelle widerspricht ihm der amtierende Bürgermeister. Er weiß nichts von einer Sonderzuweisung in diesem Zusammenhang. „Und selbst wenn wir das Geld hätten, müssten zunächst überall die Prioritäten abwägen.“ Er sieht aktuell keine Möglichkeit etwas zu tun, verweist allerdings darauf, dass das Budget im Doppelhaushalt deutlich erhöht wurde.

(Zeidler)