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Partner mit einer Stadtmauer

Guben.. Seit dem 22. Oktober ist das italienische Cittadella nach Gubin Gubens zweite Partnerstadt. Aus diesem Grund will die RUNDSCHAU ihren Lesern diese Stadt nach und nach ein bisschen näherbringen, sie in Bild und Text vorstellen. Erste Eindrücke stammen vom Besuch der Gubener im Oktober bei den Partnern. (gw/red)

Das beeindruckendste Bauwerk in Cittadella ist zweifellos die Stadtmauer - ein fast vollständig erhaltenes Überbleibsel aus dem Mittelalter. Sie ist über 20 Meter hoch. In ihrem Inneren befindet sich die eigentliche mittelalterliche Stadt. Natürlich hat diese sich längst über diese Mauern hinaus ausgedehnt. Doch die alten Mauern sind noch beeindruckend gut erhalten. Bis auf ein kleines Stück, das im Krieg gegen Napoleon zerstört wurde, sind keine weiteren Kriegsschäden zu verzeichnen.
Seit zwei Jahren ist die Kommune Cittadella dabei, diese Mauer einschließlich des darauf befindlichen Rundweges zu sanieren. Den dritten Teil weihten die Gubener im Oktober mit ein. Der letzte Teil soll 2006 fertiggestellt werden.
In der Innenstadt ist es eng und geschäftig. Autoschlangen drängeln sich durch enge Gassen. Das alte Rathaus, der Dom von Cittadella, in dem der Chor der Klosterkirche im Sommer ein Konzert gab, die Auslagen der Geschäfte sind weitere Anziehungspunkte für Touristen. Beeindruckend ist, wie viele Menschen auch in den Abendstunden noch auf der Straße anzutreffen sind.
Bei einem offiziellen Stadtrundgang lernten die Gubener die Stadt noch besser kennen. Sie erfuhren, dass die vier Tore, die in die Stadt führen, die Namen der nächst gelegenen größeren Städte der Region tragen. Am Tor von Bassano "Porte Bassanesi" begann die Führung. Zuerst sahen die Gubener das Haus des frühren Kommandanten "Casa del Capitano". Dort wohnten einst die Herrscher. Eine kleine Ausstellung mit einem Bett und einem "Bad" erinnert an mittelalterliches Leben. Jetzt ist dort die Tourist-Information von Cittadella untergebracht.
Über eine Treppe geht es auf die Stadtmauer. Entlang der bereits frei gegebenen Strecke bietet sich ein herrlicher Ausblick über die Dächer der Innenstadt und teilweise auch auf die äußeren Stadtteile: Eine touristische Attraktion, die ihresgleichen sucht und auf die die Kommune stolz sein kann. Eine Besonderheit dieses mächtigen mittelalterlichen Bollwerkes sind auch die in regelmäßigen Abständen gebauten Türme, von denen aus die Burg jederzeit optimal verteidigt werden konnte.