| 11:05 Uhr

Noch kein Urteil im Gubener Apfelkönig-Streit

Das Medieninteresse ist groß: Steidel steht Frage und Antwort.
Das Medieninteresse ist groß: Steidel steht Frage und Antwort. FOTO: Daniel Schauff
Update | Guben. Im Streit um die Gubener Apfelkrone gibt es am ersten Prozesstag vor dem Amtsgericht noch kein Urteil. Daniel Schauff

Das werde den streitenden Parteien Marko Steidel, dem Marketing- und Tourismusverein (MuT) und der amtierenden Apfelkönigin Antonia Lieske erst am 7. September postalisch zugesandt, so der Richter.

Die amtierende Apfelkönigin Antonia Lieske habe vor der Wahl zur Gubener Symbolfigur 2016 verschwiegen, dass sie keinen Führerschein besitze. Nur so habe sie die Wahl deutlich gegen ihn gewinnen können, sagte ihr Konkurrent und Verlierer der Apfelmajestäten-Wahl in der Neißestadt am Dienstag vor dem Amtsgericht. Er will die Wahl für ungültig erklären lassen, außerdem soll Antonia Lieske keine weiteren öffentlichen Auftritte mehr absolvieren können. Auf Nachfrage des Richters gab Steidel jedoch zu, dass er nur vermute, dass die Wahl manipuliert und ein Führerschein Voraussetzung für das Amt sei. Geschrieben sei das nirgends, so der 42-Jährige aus Groß Drewitz. Der Anwahl des ausrichtenden Marketing- und Tourismusvereins (MuT), Klaus-Dieter Fuhrmann, betonte, dass eine Fahrerlaubnis nie Voraussetzung für das Amt gewesen sei.

Steidel rechnet mit einer Niederlage nach dem ersten Tag, kündigt aber schon jetzt Berufung an.

Am 19. September geht es erneut vor Gericht um die Apfelmajestäten-Wahl - Steidel will Schadenersatz vom MuT: 5000 Euro. Eine weitere Klage über 20.000 Euro Schadenersatz und die Zulassung zur nächsten Wahl in drei Wochen liegt dem Gericht ebenfalls noch vor.