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Verwaltung will Nachfahren des Künstlers kontaktieren
Noch kein Happyend für Gubener Sonnenuhr

Guben. Noch immer lässt das Happyend für die Sonnenuhr an der ehemaligen Copernicus-Schule in Guben auf sich warten. Mit den Erben des bereits verstorbenen Erbauers Dieter Dressler gibt es noch keine Einigung zur Instandsetzung des DDR-Kunstwerkes. sha

Darüber informiert der amtierende Bürgermeister Fred Mahro auf der jüngsten Sitzung des Kunst- und Kulturbeirates.

Das Kunstwerk muss so schnell wie möglich komplett konserviert werden - das hatte die Gubener Künstlerin Sigrid Noack bereits vor zwei Jahren gefordert. Anschließend gab es einen Vor-Ort-Termin mit den Dresslers Erben, die damals offenbar auch Hinweise für die Instandsetzung gaben. Doch seitdem herrscht Funkstille.

Die Sonnenuhr wurde 1973 gebaut. Schon damals gab es Fehler bei der Ausrichtung, auch die Oberfläche wurde nie richtig versiegelt. Heute ist das halbmondförmige einstige Schmuckstück marode, das Betonfundament von Rissen übersät. Bis 2003 hatte der ehemalige Lehrer Adolf Branke die Uhr zusammen mit Schülern in Eigenregie immer wieder ausgebessert.

Die Verwaltung will nun nochmals Dresslers Erben kontaktieren und um das Einverständnis bitten, die Sonnenuhr nach eigenen Vorstellungen instand- und so wieder in einen ansehnlichen Zustand versetzen zu können.