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Noch ein bisschen abkassieren

Ulrich Freese und die kleine Gertie beim Kirschblütencup.
Ulrich Freese und die kleine Gertie beim Kirschblütencup. FOTO: Jung
Spree-Neiße. Im Kreistag des Landkreises Spree-Neiße hat Dezernent und Beigeordneter Olaf Lalk gehörig für Gelächter gesorgt. Nach zäher Debatte bezüglich des Turnhallenneubaus am Spremberger Erwin-Strittmatter-Gymnasium gaben die Abgeordneten grünes Licht für die Vergabe an ein Ingenieurbüro. ckx ang1 cw guc sha

Während der Diskussionen wurden die drei Vorschläge mit Bieter eins, zwei und drei bezeichnet. "Wer verbirgt sich denn nun hinter Bieter zwei verdammt noch einmal", wollte unter anderem Ulrich Freese (SPD) wissen. Lalk antwortete, während er seine Akten durchwühlte: "Ich bin seit zig Jahren in dem Job. Es ist mir noch nie passiert, dass ich den Namen des Bieters im Büro liegen lassen habe." Kurz vor Ende des öffentlichen Teils fragte Kreistagsvorsitzender Dr. Michael Haidan noch mal nach: "Wie heißt denn der Bieter nun, Herr Lalk." Der Beigeordnete darauf: "Dass ich es wirklich nicht weiß, zeigt ja auch, dass es keine Mauscheleien bei uns gibt." Nachdem er schnell seine Unterlagen aus dem Büro geholt hatte, schob er dann nach: "Der Bieter ist ein Dresdner Ingenieurbüro mit Namen Bauconzept."

Beim diesjährigen Kirschblütencup des 1. Spremberger Judovereins in Neu-Haidemühl ist am zweiten Wettkampftag auch der SPD-Bundestagsabgeordnete Ulrich Freese zu Gast gewesen. Er unterstützt seit Jahren das Turnier und engagiert sich vor allem in der Kinder- und Jugendarbeit. Für ihn war es eine Ehre, das Turnier am zweiten Wettkampftag zu eröffnen. Danach ist es auch für den Politiker selbst noch recht sportlich zugegangen. So verteilte er bei der Siegerehrung am Nachmittag insgesamt rund 160 Medaillen und vier Pokale für die besten Techniker unter den Wettkampfteilnehmern. Aus der Puste kam Ulrich Freese dabei nur kurz. So nahm er einen Moment Platz auf dem Siegerpodest, um der zweijährigen Gertie zu gratulieren.

Beim 17. Lausitzer Lehrlingswettbewerb der gastgewerblichen Berufe in Cottbus hatte ein Auszubildender aus Spremberg die Nase vorn. Sebastian Pietsch, der im Hotel Stadt Spremberg ausgebildet wird, erreichte den 1. Platz und wird nun zu den 23. Brandenburgischen Landesmeisterschaften der Jugend delegiert. Geschäftsführer Torsten Linke und sein Team freuen sich. "Ich bin wahnsinnig stolz auf meine Auszubildenden und freue mich, dass wir Südbrandenburg so gut vertreten haben", sagte er.

Im Cottbuser Oberstufenzentrum II standen Auszubildende des 2. und 3. Lehrjahres in den Berufen Hotelfachmann/-frau, Restaurantfachmann/-frau sowie Koch/Köchin kürzlich im Wettstreit. Sie flambierten, tranchierten, bereiteten ein Vier-Gang-Menü aus einem vorgesehenen Warenkorb, mixten Cocktails und deckten eine festliche Tafel ein. Sie erstellten einen Marketingplan und nahmen Hotelreservierungen professionell entgegen. Hotelchef Torsten Linke: "Dafür waren viel Kreativität und Fachwissen gefragt."

Frauen aus Forst, Brandenburg und Berlin will Künstler Ulrich Acksel heute etwas Gutes tun. Zum Frauentag verschenkt der Forster selbst gemalte Bilder und Blumen an Frauen, die er zu sich nach Hause eingeladen hat. "Mir macht es einfach Freude, Leuten etwas zu schenken", erklärt Ulrich Acksel, der schon öfter Frauen an ihrem Tag mit einem Kunstwerk bedacht hat.

Auf ganz unkonventionelle Art will Gubens amtierender Bürgermeister Fred Mahro (CDU) offenbar nachhelfen, den defizitären Haushalt der Stadt noch schneller zu konsolidieren. Das kam im Rahmen des jüngsten Umweltausschusses ans Licht. Ausschussvorsitzender Günther Quiel (SPD) wies darauf hin, dass es in der Schillerstraße direkt vor der Apotheke ein Parkverbotsschild gibt, das von den Autofahrern leicht übersehen wird. "Können wir den Bereich nicht als Sperrfläche kennzeichnen?", fragte Quiel. Das sei eindeutiger. Darauf antwortete Mahro augenzwinkernd: "Ja, aber lassen Sie uns zuvor noch ein bisschen abkassieren." Laut Haushaltskonsolidierungskonzept will Guben ab 2020 schuldenfrei sein.