Mit der „Night of Light“, der „Nacht des Lichtes“, will die deutsche Veranstaltungswirtschaft am kommenden Montag, 22. Juni, auf ihre prekäre aktuelle Situation hinweisen. „Seit dem 10. März 2020 ist einem kompletten Wirtschaftszweig faktisch die Arbeitsgrundlage entzogen“, heißt es in einem Aufruf der Organisatoren. Mit der Aktion, bei der Veranstaltungshäuser oder andere Gebäude der jeweiligen Region rot beleuchtet werden, soll darauf hingewiesen werden, dass die Veranstaltungswirtschaft auf der Roten Liste der akut vom Aussterben bedrohten Branchen stehe.
In Guben wird während der „Night of Light“ das Rathaus rot angestrahlt werden. Dazu wird es noch eine Laserinstallation geben. Einer der Organisatoren ist Frank Steckling. Er begründet die Auswahl: „Das Rathaus ist sicher eines der markantesten Gebäude der Stadt.“ Die Aktion soll mit Einbruch der Dunkelheit beginnen und dann bis etwa 1 oder 2 Uhr am Dienstag, 23. Juni, dauern.

Fast alles ist ausgefallen

Frank Steckling ist mit seiner Klangfeuerwerkskunst einer der hierzulande Betroffenen. „Wir hatten gerade für dieses Jahr eine sehr gute Auftragslage, aber nun ist durch Corona fast alles ausgefallen.“ Steckling gestaltet mit seinen Feuerwerken sowohl private Feierlichkeiten wie auch große Volksfeste mit aus.
Laut der Organisatoren wird die „Night of Light“ in etwa 200 Städten stattfinden. Dabei stehe die Farbe Rot auch für die herrschende Alarmstufe in der Branche. Hunderttausende Arbeitsplätze seien in Gefahr.