| 02:38 Uhr

Niederlage für Gubener Apfelkönig

Marko Steidel will Apfelkönig werden.
Marko Steidel will Apfelkönig werden. FOTO: Silke Halpick
Guben. Im Gubener Apfelkönig-Streit liegt nun die erste Gerichtsentscheidung vor. Marko Steidel, Verlierer der Wahl zur Gubener Symbolfigur im vergangenen Jahr, hatte beim Amtsgericht Guben eine Einstweilige Verfügung beantragt, damit er bei der nächsten Wahl zur Apfel-Majestät wieder antreten kann. Daniel Schauff

Der veranstaltende Marketing- und Tourismusverein (MuT) hatte Steidel von der diesjährigen Wahl ausgeschlossen, weil er den Verein mit einer ganzen Reihe von Klagen vor Amts- und Landgericht überzogen hatte. Steidels Antrag wurde abgewiesen. Dagegen legte Steidel Beschwerde ein, die dem Landgericht Cottbus vorgelegt wurde. Das Ergebnis: Das Gericht wies die Beschwerde kostenpflichtig zurück. Laut MuT hat das Gericht nicht erkennen können, dass Steidel gegen den Verein ein Anspruch auf Teilnahme zur Wahl zustehe. Eine Rückmeldung vom Landgericht gab es am Dienstagabend nicht mehr.

Dem MuT zufolge belaufen sich die bisherigen Verfahrenskosten auf mehrere Hundert Euro, die Steidel tragen müsse. Jedoch bleibe abzuwarten, ob er den Kostenerstattungspflichten gegenüber dem Verein tatsächlich nachkommen werde, heißt es in einer Mitteilung des MuT-Vorstands. Der betont, dass der Verein auf "jeden Euro dringend angewiesen" sei.

Eine endgültige Entscheidung im Apfelkönig-Streit ist die erste Gerichtsentscheidung allerdings noch nicht. Die Hauptverhandlungen an Amts- und Landgericht stehen noch aus, am 22. August ist der erste Verhandlungstermin am Gubener Amtsgericht angesetzt.

Insgesamt geht es bei Steidels Schadenersatzklagen um eine Summe von 25 000 Euro, die er vom MuT fordert.