Der geplante Kreisverkehr für den Bereich Gasstraße/Gubiner Straße/Wilkestraße war am Donnerstag Thema im Ausschuss für Wirtschaft, Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen der Stadtverordnetenversammlung. Die Vorteile sind für Klaus Schweinitz von der beauftragten Firma EPC Engineering und Projektmanagement Consulting GmbH offensichtlich. Nicht nur, dass komplizierte und an dieser Stelle unnötige Lichtsignale samt Wartungsaufwand wegfielen - ein Kreisel bedeute auch weniger Stress für die Autofahrer. „Die Fahrer haben an dieser Stelle nicht mehr den Eindruck, sie müssten nur formhalber anhalten.“ Stattdessen entfielen durch den fortan ruhig fließenden Verkehr die Anfahrgeräusche der Autos. Auch die Kosten für den Umbau hielten sich im Rahmen: Große Teile des Fahrbahnunterbaus könnten wieder verwendet werden. Die Deckschicht könnte abgefräst, die Randbereiche hergerichtet und dann der Kreisel ausgebaut werden. „So können wir die Kosten minimierte Variante einhalten“ , sagte er. Der Umbau soll aus Mitteln finanziert werden, die bei anderen Projekten in der Innenstadt eingespart wurden. Die von EPC errechnete Kosten von 310 000 Euro inklusive des nötigen Erwerbes eines Privatgrundstückes. Denn die für den Ausbau des Kreisverkehrs erforderliche Fläche von 647 Quadratmetern ist nicht komplett Stadteigentum.
Nachbesserungen sehen die Mitglieder des Ausschusses in der Sicherheit für Radfahrer und Fußgänger. Da die Kreuzung stark von Schulkindern genutzt werde, befürchten sie durch die Integrierung des Fahrradweges in den Kraftverkehr ein erhöhtes Unfallrisiko. „Das Thema wird uns noch eine Weile beschäftigen“ , vermutete dann auch der Ausschussvorsitzende Dieter Hausmann.