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Mindestbeitrag erhöht
Neue Gebühren für die Kita

Der Mindestbeitrag für die Kinderbetreuung wurde vom Landkreis Spree-Neiße angehoben.
Der Mindestbeitrag für die Kinderbetreuung wurde vom Landkreis Spree-Neiße angehoben. FOTO: Monika Skolimowska / dpa
Schenkendöbern. Für viele Eltern in Schenkendöbern wird es günstiger, aber nicht für alle.

In der Gemeinde Schenkendöbern müssen sich Eltern auf neue Gebühren für die Betreuung ihrer Kinder einstellen. Die wichtigste Änderung hat große Auswirkungen auf die Gebühren. „In der neuen Berechnung wird das Kindergeld vom Jahreseinkommen abgezogen“, erklärt Katrin Leppich, die Vorsitzende des Ausschusses für Kita, Schulen und Soziales in der Sitzung am Montagabend. Dadurch reduziere sich das Nettoeinkommen pro Kinder um rund 200 Euro und die Eltern rutschen in eine andere Staffelungsgruppe.

Die neue Satzung ist nach Gehalt und Betreuungszeit gestaffelt. „Wir haben eine sozial verträgliche Progression vorgenommen“, so Katrin Leppich. „Bei der Gehaltsstaffelung orientieren wir uns an den Elternbeitragstabellen in Peitz und Guben.“ Der Mindestbeitrag wurde vom Landkreis Spree-Neiße erhöht und in die neue Satzung übernommen. Für die Betreuung von bis zu sechs Stunden im Kindergartenalter steigt der Mindestbeitrag beispielsweise von 16 Euro auf 18 Euro. Der Ausschuss hat sich in einer Diskussion dafür entschieden, den Höchstbeitrag nicht zu deckeln, sondern ebenfalls entsprechend der Erhöhung des Mindestbeitrags anzupassen. Dadurch kalkuliert die Verwaltung nun mit einem Höchstbeitrag von 131 Euro (vorher 128 Euro) für die Betreuung von Kindern im Kindergartenalter von bis zu sechs Stunden. Für Kinder im Krippenalter werden für eine Betreuung von bis zu sechs Stunden 187 Euro fällig, vorher waren es 170 Euro.

„In der Regel werden die Gebühren für die Eltern mit der neuen Satzung sinken“, betont Katrin Leppich. „Lediglich in der unteren und oberen Gehaltsgruppe verändert sich die Gebühr um ein paar Euro nach oben.“ Seit Juni 2017 befasst sich der Ausschuss mit einer neuen Satzung, die aktuelle stammt noch aus 2006. Erklärtes Ziel ist es, den Eltern zum 1. August die neue Satzung anbieten zu können. Doch zunächst werden sich die Gemeindevertreter in ihrer nächsten Sitzung mit der Elternbeitragstabelle befassen. Parallel soll ein Austausch mit dem Landkreis stattfinden, um sicher zu gehen, dass der Berechnung nicht widersprochen wird.

(mcz)