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| 01:03 Uhr

Neue Chance für den „Aktivist“

Eisenhüttenstadt.. Noch ist die ehemalige Großgaststätte „Aktivist“ im benachbarten Eisenhüttenstadt, die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg steht, eine Ruine mit viel Geschichte. Das Gebäude verfällt immer mehr. (khd)

Seit Jahren steht das Objekt leer und kostet die Wohnungsbaugenossenschaft viel Geld.
Alle Varianten eines Umbaus, der zu einer geeigneten neuen Nutzung hätte führen sollen, schlugen bisher fehl. So zeigte die „Aktienidee“ keine Wirkung, und auch Sponsoren aus der Wirtschaft hatten wenig Interesse.
4,5 Millionen Euro würde die Sanierung verschlingen, dazu kämen Folge- und Betriebskosten. Seit einiger Zeit signalisiert das Bauministerium des Landes zwar die mögliche Bereitstellung von Fördermitteln, doch ohne ein Betreiberkonzept lässt sich auch diese Variante nicht realisieren.
Seit kurzem liegt aber ein neues Konzept für die Nutzung auf dem Tisch. Denkbar wäre, dass sich in dem Gebäude ein DDR-Informations- und Forschungszentrum etabliert. Träger des Projektes soll eine private Stiftung werden.
Die DDR-Nostalgie soll sich aber nicht nur auf den „Aktivist“ beschränken. Die gesamte Stadt mit ihrer Architektur und auch das Dokumentationszentrum zur Alltagskultur der DDR sollen einbezogen werden.
Die Initiatoren erhoffen sich auch einen Anreiz für Touristen. Die Gäste sollen künftig vom „Aktivist“ aus die Region erkunden können. So soll unter anderem auch das Fremdenverkehrsbüro dort einziehen. Auch Klubs und Vereine sowie Gastronomie könnten dort einen Platz finden. Denkbar wäre beispielsweise ein Jazzkeller.