Ein publizistischer Dauerbrenner kommt allmählich ins reife Alter: Kaum wurde dieser Tage die 64. Auflage des Gubener Heimatkalenders der Öffentlichkeit präsentiert, da laufen bereits die Vorbereitungen für die 65. Auflage, den Heimatkalender für das Jahr 2021.

Die ersten vier Beiträge für die neue Ausgabe liegen schon vor, einer zum Beispiel über Altarmalerei in der Atterwascher Kirche. „Insgesamt benötigen wir für eine Ausgabe etwa 30 bis 35 Artikel“, sagt Redaktionsleiterin Gerlinde Winter. Sie und ihr Team wollen ab Januar mit der Arbeit am Heimatkalender 2021 beginnen. „Dann liegen erste Rückmeldungen zum Kalender 2020 vor, so dass wir eine Auswertung vornehmen können.“ Und dann geht es nahtlos weiter mit der nächsten Ausgabe. Für die ist dann, wie in jedem Jahr, am 15. Juni Redaktionsschluss, ehe nach der grafischen Gestaltung und dem Druck im Dezember 2020 die Präsentation der nächsten druckfrischen Kalender ansteht.

Auflage von 1300 Exemplaren

Die aktuelle Ausgabe wurde in einer Auflage von 1300 Stück hergestellt. Gerlinde Winter lobt in dem Zusammenhang die „gute Zusammenarbeit bis hin zur pünktlichen Lieferung“ mit einer Cottbuser Druckerei. Der Heimatkalender erfreut sich übrigens auch weiterhin einer großen Beliebtheit. Allein bei der diesjährigen Präsentation in dieser Woche in der Stadtbibliothek wurden rund 100 Exemplare verkauft. Was macht den Reiz des Kalenders aus? „Er enthält viele wunderbare Momente der Erinnerung“, so Gerlinde Winter. Und es seien nicht nur die Erinnerungen an Flucht und Vertreibung, sondern auch an noch nicht ganz so lange zurückliegende Zeiten.

So, wie sie in dieser Ausgabe in einem Beitrag von Olaf Stephan zu finden sind. Er hatte seine Erinnerungen an die Kinder- und Jugendzeit in Groß Breesen für den Kalender aufgeschrieben und dem Publikum nun Teile seines Beitrags vorgestellt und damit Heimatgefühle geweckt. Stephan und seine Frau, inzwischen in Berlin lebend, zeigten sich begeistert über die große Ressonanz der Präsentation. Die Zuhörer bekamen unterdessen noch kurze Eindrücke zu einem Beitrag über Gubener Mundart, einen Artikel über die Neuansiedlung von Mönchen in Neuzelle und einen Beitrag über die Entwicklung der im Industriegebiet ansässigen Firma ATT Polymers geboten.

Gubener Heimatbund sammelt Ideen für 2021

Zurück zum Kalender für 2021: Wer noch eine Idee für einen Artikel hat, kann sich an den Gubener Heimatbund wenden, in dessen Regie der Kalender hergestellt wird. Möglich ist das per E-Mail, wobei die Adresse auf der Internetseite des Heimatbundes zu finden ist. Oder man steckt einen Brief in den Briefkasten des Heimatbundes am Begegnungszentrum der Volkssolidarität, Berliner Straße 35, wo der Verein seinen Sitz hat. Einen Beitrag, der schon angekündigt ist, will wieder Thomas Wilke beisteuern – und zwar zum 50-jährigen Bestehen der katholischen Kirche in Reichenbach, das 2021 gefeiert wird.