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Netzwerk plant zusätzliche Treffs für Flüchtlinge in Guben

Die Gubenerin Rosemarie Budnowski spricht mit dem 22-jährigen Flüchtling Sbhat Futr über die nötigen Einrichtungsgegenstände für seine eigene Wohnung.
Die Gubenerin Rosemarie Budnowski spricht mit dem 22-jährigen Flüchtling Sbhat Futr über die nötigen Einrichtungsgegenstände für seine eigene Wohnung. FOTO: Silke Halpick
Guben. Mehr Treffpunkte für Flüchtlinge in den Gubener Wohngebieten will das Netzwerk Flucht und Migration schaffen. Darüber informiert Regina Bellack, Integrationsbeauftragte der Stadt, nach dem jüngsten Netzwerktreffen. Silke Halpick

Vordergründig soll es dabei um Beratungsangebote wie zur Betriebskostenabrechnung, zum Kinder- oder Elterngeld gehen. "Wir müssen sehen, was angenommen wird", sagt Bellack. Einmal pro Monat sollen diese thematischen Treffs stattfinden.

Knapp 600 Flüchtlinge leben aktuell in Guben. Das geht aus dem aktuellen Bericht des Bürgermeisters hervor. Im November und Dezember 2016 gab es noch einmal rund 50 Neuzugänge. Die Menschen kommen aus allen Teilen der Welt, aus der Russischen Förderation ebenso wie aus Afghanistan, Syrien und dem Tschad. Unter den Flüchtlingen sind auch 18 unbegleitete Minderjährige, die von Mitarbeitern des Gemeinnützigen Bildungsverein betreut werden.

Ein bereits funktionierender Treffpunkt, der von Flüchtlingen genutzt wird, ist die Gubener Heilsarmee. Als weitere Alternativen im Gespräch sind nun das Haus der Familie in der Goethestraße oder der Treff am Schillerplatz, sagt Bellack. Räume gesucht werden auch im Wohnkomplex (WK) II. Hier gibt es den Jugendklub Comet, der regen Zulauf von Kindern und Jugendlichen aus Flüchtlingsfamilien hat.

Das Allerweltscafé, das regelmäßig einmal pro Monat in den Ausstellungsräumen im Gubener Rathauskomplex stattfindet, soll seinen möglichst einfachen Charakter behalten, betont Bellack. Hier treffen sich Alt- und Neu-Gubener zum zwanglosen Gespräch miteinander. Die Idee, der Veranstaltung einen thematischen Rahmen zu geben, wurde vom organisierenden Netzwerk Flucht und Migration wieder verworfen. "Das würde den Rahmen sprengen", begründet Bellack. Mittlerweile gebe es einen "festen Kern", der regelmäßig zum Allerweltscafé kommt.