ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:39 Uhr

Neißetaler KGB spielt seit 20 Jahren mit

Die Kleine Gubener Blasmusik freut sich schon auf die Jubiläumsparty.
Die Kleine Gubener Blasmusik freut sich schon auf die Jubiläumsparty. FOTO: Jana Pozar/zar1
Guben. Die Kleine Gubener Blasmusik ist in der Neißestadt und über ihre Grenzen hinweg auch als KGB bekannt. Die Kapelle will am 1. Juni im Herzen der Stadt gemeinsam mit zahlreichen Gastkapellen ihr 20-jähriges Bestehen feiern. Jana Pozar/zar1

Von Anfang an hat die KGB eine enge Beziehung zum BSV Guben Nord. "Unsere erste Mugge hatten wir am 6. Juni 1994 auf dem Fußballplatz des BSV", erinnert sich Carsten Landow. Und schon immer steht Neißestädter KGB für gute Laune, Gemütlichkeit und stimmungsvolle Blasmusik. Carsten Landow und Uwe-Karsten Weiß hatten einst die Idee von einem Blasmusikorchester. Landow, der damals eine Künstlervermittlung betrieb, wurde immer wieder gefragt, ob er auch Blasmusikanten im Angebot habe. Weil er aber auch selbst Musik machte, war schnell klar, dass die Blasmusik auch von ihnen gemacht werden kann. Die Abkürzung KGB wurde eher zufällig entdeckt. Der Name Kleine Gubener Blasmusik sollte sich leicht merken und sich sofort mit der Stadt Guben in Verbindung bringen lassen.

Anfangs spielten die Musiker nur Instrumentalstücke, vor allem im Klub der Volkssolidarität. Doch die Bläser wollten mehr: Gesang zur Blasmusik. Aleksandra Poraszka und Lutz Damann waren die ersten Sänger in der Truppe, heute übernimmt den weiblichen Gesangspart Carola Mai. Mit Gesang konnte die KGB dann beim Publikum richtig punkten.

Auf Anraten einiger Veranstalter haben sich die KGBler einen zweiten Namen gegeben: "Neißetaler Musikanten". Schlagzeuger Sylvio Boigk erklärt: "Damit kann man uns der Region noch besser zuordnen. Und wir alle sind Musiker, die ihr Handwerk von der Pike auf erlernt haben", sagt er weiter. Im Repertoire haben die Blasmusiker Märsche, Walzer, Polkas, Tango, Rock'n'Roll und Swing. Lachend erzählt Sylvio Boigk von einem Beinahe-Untergang der KGB. "Während einer Kahnfahrt im Spreewald spielten wir einen Walzer. Die Gäste schunkelten so sehr, dass der Kahn fast sank."

Nach fast 20 Jahren Neißetaler KGB sind die Musiker noch immer gut im Geschäft. "Wahrscheinlich, weil wir Gemütlichkeit vermitteln und gute Stimmungsmusik spielen", so Boigk. Und ein Phänomen gibt es auch. "Wir dachten früher, Blasmusik interessiert nur ältere Leute. Dabei kommen heute sehr viel junge Leute zu Blasmusikfesten", weiß Sylvio Boigk.

Die Vorbereitungen für ihren 20. Geburtstag gehen bei der KGB bereits in die "wärmere Phase". Einige Blasmusikkapellen haben ihr Kommen schon zugesagt. "Wir spielen abwechselnd, werden zwischendurch auch Pausen machen, damit das Publikum auch mal Ruhe hat", sagt Sylvio Boigk lachend. Klar, dass die Musiker für ihre Geburtstagsfeier keinen Eintritt haben wollen. "Die Besucher sollen einfach nur gute Laune mitbringen. Stimmung machen wir sowieso schon selbst", versichert Boigk.