Dass das Radwegenetz in der Neißestadt sich in einem guten Zustand befindet, scheint auch die Verwaltung so zu sehen. Ein Neubau von Radlerwegen sei für dieses Jahr nicht geplant, sagte Kaus Schneider, Leiter des zuständigen Fachbereiches V im Rathaus, auf Nachfrage. Auch für Reparaturen gebe es keine festen Vorgaben. Diese sollen nach Bedarf ausgeführt werden, so Schneider.

Der Landkreis Spree-Neiße will in diesem Jahr 200 000 Euro für die Sanierung von Radwegen ausgeben. In welche Wege investiert wird, werde derzeit geprüft, so Baudezernent Olaf Lalk. Einer der wichtigsten Radwege in der Region ist der Oder-Neiße-Radweg. Er erstreckt sich im Spree-Neiße-Kreis über eine Länge von 53,7 Kilometern.

Gubens Radfahrer sind mit dem Zustand der Radwege zufrieden. Christel Beyer beispielsweise sagt: „Die Radwege in der Stadt sind in Ordnung.“ Sie sei viel mit dem Fahrrad unterweg: „Ohne Rad fühle ich mich krank.“

Für Ingrid Goldbrich gehört das Radfahren regelmäßig zum Tagesablauf, denn sie fährt mit dem Rad zum Arbeit. „Die Radwege in Guben finde ich gut“, sagt sie. Auch den Neißeradweg fahre sie gern entlang. Etwas anders sehe das mit verschiedenen Straßen aus. „Durch den Kreisverkehr am Rathaus fahre ich nicht so gern.“ Und die Straßen rund um den Platz des Gedenkens befänden sich in einem so schlechten Zustand, dass es für Radfahrer gefährlich werden könnte.

Zufrieden ist auch Tino Roge. „Die Radwege in Guben sind gut.“ Er sei regelmäßig auf dem Drahtesel unterwegs, unter anderem zu den Seen der Region.

Sylvia Kaschke hat sich erst kürzlich ein neues Rad zugelegt. „Es macht wieder richtig Spaß. Die Radwege sind ganz okay. Ich komme überall hin.“ Bei der Fahrt zur Arbeit ziehe sie das Rad dem Auto vor.