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Naturpark will mehr Gäste in die Heide locken

Spree-Neiße. Am Rande des Schlaubetals erklärt ein neuer Lehrpfad Besonderheiten der Heide. Deren Vorzüge gibt es aber auch im Süden zu entdecken. red/js

Die Blüte in der Heide nähert sich langsam ihrem Ende - aber an Schönheit brauchen sich die Heidelandschaften in der Region nicht hinter der Lüneburger Heide verstecken. Um dies auch besser darzustellen, ist am Montag im Naturpark Schlaubetal ein neu gestalteter Lehrpfad eröffnet worden. Gerade noch rechtzeitig zur Heideblüte ist der Lehrpfad am Aussichtsturm in der Reicherskreuzer Heide fertiggestellt worden und steht nun den Besuchern zur Verfügung. Sieben großformatige Tafeln informieren Wanderer und Radfahrer entlang des Lehrpfades über die Entstehung dieses großen Heidegebiets, über Flora und Fauna sowie über die Maßnahmen zum Erhalt dieser artenreichen Offenlandschaft.

Ob Ziegenmelker, Bärentraube oder Glattnatter: Viele seltene Tier- und Pflanzenarten sind auf die trockenen, halb offenen Lebensräume angewiesen. Auf dem 3,5 Kilometer langen Rundkurs erfahren die Besucher, welch hohe Bedeutung die trockenen Heidegebiete für die Artenvielfalt haben. Entstanden durch die jahrzehntelange militärische Nutzung der Flächen, kommt es nun darauf an, sie auf andere Art zu erhalten. Auf rund 950 Hektar halten heute zwei Schäfereibetriebe den aufkommenden Baumbewuchs flach und sorgen für die kontinuierliche Verjüngung der Calluna-Heide.

Als Umweltbildungsangebot, das auch an überregionale Radrouten angebunden ist, soll der neu gestaltete Heide-Pfad die touristische Attraktivität im Süden des Naturparks Schlaubetal steigern - nicht nur für Wanderer. Durch die Anbindung an die Radroute zu den historischen Stadtkernen Brandenburgs und an die Tour Brandenburg soll auch die Aufmerksamkeit vieler Radtouristen geweckt werden.

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