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| 14:28 Uhr

Groß Drewitz
Natur und Handwerk hautnah

Eine Esskastanien, den Baum des Jahres 2018, haben die Organisatoren am Samstag auf dem Areal der Wagenburg gepflanzt.
Eine Esskastanien, den Baum des Jahres 2018, haben die Organisatoren am Samstag auf dem Areal der Wagenburg gepflanzt. FOTO: Ute Richter
Groß Drewitz. Regionale Handwerker und Produzenten kommen zum Naturparkfest in der Wagenburg. Von Ute Richter

Den Tag des Baumes feierte die Naturwacht Schlaubetal mit einem Naturparkfest in der „Wagenburg“ in Groß Drewitz. Viele Aussteller, Vereine und Institutionen waren auch in diesem Jahr eingeladen worden und sorgten mit vielfältigen Ständen für ein abwechslungsreiches Programm und Angebot.

„Regionale Kreisläufe zu organisieren ist unsere Aufgabe als Naturwacht“, sagt Mathias Schulze, stellvertretender Leiter der Naturwacht und verantwortlich für ökologische Landwirtschaft und Artenschutz. Denn das Schlaubetal hat mit seinen 22 700 Hektar einen Waldanteil von über 75 Prozent. „Wer weiß denn heute noch, wie man eine Wurst herstellt, was man aus Holz machen kann oder wie ein Brett geschnitten wird“, sagt er. Dafür war dieser Tag unter anderem da, um das alles hautnah zu erleben. Deshalb waren neben Forstfirmen auch Agrargenossenschaften ebenso mit im Boot wie beispielsweise Armbrustbogenschützen, Korbmacher, Imker, Heilpraktiker oder der Verein Göhlener Bürger. Am mobilen Holzgatter konnte man die Herstellung von Brettern und Balken aus rohen Stämmen mitverfolgen. Zum Angebot gehörten außerdem eine Feldschmiede und ein Stellmacher. Richtig was zu gucken gab es außerdem bei zwei Holzschnitzern. Sie hantierten mit ihren robusten Kettensägen an Holzblöcken herum, die letztlich zu Kunstwerken wurden.

Aber auch viele Informationen und Stationen zum Mitmachen hatten die Organisatoren vorbereitet. So hatte die Naturwacht Schlaubetal ihre Krabbelboxen mitgebracht, wo sowohl Kinder als auch Erwachsene erfühlen sollten, was sich darin befindet. Ausflugstipps und alles rund um die regionale Natur hielten die Naturparkverwaltung und die Naturwacht ebenfalls bereit. Touristische Partner des Naturparks informierten über organisierte Rad- und Fußwanderungen und gaben Tipps zu eigenen Touren. Und wer gleich noch einen Abstecher in selbige machen wollte, hatte mit der Langholzkutsche und dem Floß auf dem Göhlensee dazu Gelegenheit. Wagenburg-Chefin Monika Schulz freute sich über das große Interesse in der Bevölkerung. „Die Vielfalt der Angebote ist einfach super“, sagte sie.

Und damit dieses Fest auch nachhaltig in Erinnerung bleibt, hatte Kevin Lücke vom Klosterstift Neuzelle passend zum Tag des Baumes gleich noch einen mitgebracht, der am Samstag gepflanzt wurde. Eine Esskastanie, der Baum des Jahres 2018, soll nun wachsen und Gedeihen und in einigen Jahren auf dem Areal der Wagenburg den Besuchern Schatten spenden. „Es ist ein attraktiver Baum, der gern von Wild geäst wird“, so Lücke.

Seit einigen Jahren sind auch die Mitglieder des Groß Breesener Kleintierzuchtvereins mit vor Ort. Sie haben stets einen kleinen Streichelzoo aufgebaut, von dem vor allem die Kinder gern Gebrauch machen. Familie Meier aus Eisenhüttenstadt kommt schon seit vielen Jahren zum Naturparkfest, kennt auch das vorherige Areal. „Hier ist es einfach viel schöner, der Platz und die Angebote sind einfach optimal“, sagen sie. Das ist ein Tag für alt und jung, ergänzen sie.

Nachdem die Örtlichkeiten der vergangenen Jahre für dieses Fest nicht mehr ausreichten, stand vor drei Jahren die Wagenburg in der Gemeinde Schenkendöbern als Veranstaltungsort erstmals zur Disposition. Und damit lag damals wie heute Mathias Schulze goldrichtig. Das bewiesen die vielen Besucher aus dem Spree-Neiße-Kreis sowie dem Landkreis Oder-Spree. „Hier auf dem Gelände können sich die Aussteller und Händler ausbreiten. Das Areal ist ideal für dieses Naturparkfest und das „Wagenburg“-Team unterstützt uns hervorragend“, so Mathias Schulze.