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| 14:34 Uhr

Gedenken
Naemi-Wilke-Stift erinnert an Deportation

Schüler von der Schule für Gesundheits- und Krankenpflegehilfe haben sich am Mittwoch mit dem Schicksal von Maria Oppenheimer befasst.
Schüler von der Schule für Gesundheits- und Krankenpflegehilfe haben sich am Mittwoch mit dem Schicksal von Maria Oppenheimer befasst.
Guben. Selbst bei der Diakonisse Maria Oppenheimer kannten die Nationalsozialisten kein Erbarmen.

Das Naemi-Wilke-Stift hat am Mittwoch Schüler an die Deportation Behinderter aus dem Naemi-Wilke-Stift am 30. Mai 1940 erinnert. „Wir wollen die Erinnerung wachhalten“, sagt Rektor Stefan Süß. „Die Geschichte darf sich nicht wiederholen.“

Diesen Gedenktag führt das Naemi-Wilke-Stift jedes Jahr durch und immer steht ein anderes Schicksal im Fokus. „Dieses Mal habe ich mich für Maria Oppenheimer entschieden“, erzählt Stefan Süß. Maria Oppenheimer war Diakonisse im Stift und jüdischer Herkunft. „Sie hatte sich geweigert, den gelben Judenstern über ihrer Uniform zu tragen“, weiß der Rektor. Am 14. April 1942 wurde Maria Oppenheimer von einem SS-Mann abgeholt und ins Warschauer Ghetto gebracht. Dort wurde sie erschlagen.

Maria Oppenheimer ist einer von insgesamt zehn Stolpersteinen gewidmet, die am 8. Mai 2006 im Naemi-Wilke-Stift verlegt wurden. Die Stolpersteine sind ein Projekt von Gunter Demnig aus Köln. Mit diesem Mahnmal erinnert der Künstler an das Schicksal von Menschen, die von den Nationalsozialisten deportiert und ermordet wurden.

Insgesamt gibt es in Deutschland und 21 anderen Ländern rund 61 000 Stolpersteine.

(mcz)