(dsf) Uwe Tzscheppan hat keine Einwohnerfragestunde in der Gubener Stadtverordnetenversammlung ausgelassen, um seine Anliegen kundzutun. Das war der Anlass für Gubens Bürgermeister Fred Mahro (CDU), noch vor der Einwohnerfragestunde und vor den Informationen aus der Verwaltung auf den überraschenden Tod des Naturschützers und Imkers einzugehen. „Er hat aufgezeigt, die Natur ist überall angekommen“, sagte Mahro. Und ergänzte: „Ich fühle mich den Zielen von Herrn Tzscheppan verpflichtet.“ Tzscheppan und Mahro hatten ein schwieriges Verhältnis. Aus Tzscheppans Sicht hat die Stadt nie genug für den Umweltschutz getan. Mitunter sprach er von einer nahenden Katastrophe. „Wir waren nicht immer einer Meinung“, umschrieb es Mahro in seinen Worten über den Imker.

Uwe Tzscheppan war nicht nur regelmäßiger Gast der Ausschüsse, Bürgerversammlungen und Stadtverordnetensitzungen, er war auch regelmäßiger Gast in der Redaktion der LAUSITZER RUNDSCHAU. Zwei Tage vor seinem plötzlichen Tod am 30. Juni war er das letzte Mal in der Redaktion in der Berliner Straße.

Er berichtete von einem Brand in einem Stück Wald, das ihm gehört. Er selbst habe den Brand nicht mitbekommen, sei in der Honigküche zugange gewesen. Sein Nachbar aber habe Tzscheppan darauf aufmerksam gemacht, dass es brennt. Er habe ihm darüber hinaus geholfen, das Feuer zu löschen.

Tzscheppan wollte die Geschichte in der Zeitung sehen. Aus Respekt vor seinem Tod und Uwe Tzscheppans Familie hat sich die Redaktion entschieden, auf einen Artikel zu verzichten.