Das war ein Schock für Daniela: Als die Gubenerin am Dienstagnachmittag von ihrer Arbeit im Jugendclub „Comet“ an der Kaltenborner Straße nach Hause in ihre heimischen vier Wänden an der Friedrich-Engels-Straße kommt, findet sie diese in einem Zustand wieder, den die Polizei in ihrem Bericht als „nicht bewohnbar“ beschreibt. Große Teile der Wohnung sind verrußt, komplett schwarz. Die Küche ist total verqualmt. Von der Kaffeemaschine ist nur noch ein Klumpen übrig. Auf Schränke, Bekleidung, technische Geräte, Lebensmittel – auf einfach alles hat sich eine dicke schwarze Schicht, ein wahrer Rußteppich, gelegt.

Schnell ruft Daniela einen Bekannten und ihre gute Freundin Kristina an. Diese berichtet: „Ich war kurz danach vor Ort. Wir haben Daniela dann ins Krankenhaus gebracht, schließlich war sie längere Zeit dem Rauch ausgesetzt und stand auch unter Schock.“ Und auch um die tierischen Mitbewohner der Gubenerin, zwei Katzen und einen Hund, kümmerten sich die Freunde, denn auch die Haustiere befanden sich nach der längeren Zeit, die sie dem Qualm ausgesetzt waren, in keinem guten Zustand.

Wohnung ist unbewohnbar

Was genau im Mehrfamilienhaus an der Friedrich-Engels-Straße, in das Daniela erst kurz vor Weihnachten eingezogen war, passiert ist, lässt sich momentan noch nicht sagen. Freundin Kristina vermutet, dass eventuell eine der Katzen das Unglück verursacht hat. Fakt ist jedenfalls: „Vieles ist absolut unbrauchbar geworden, die Wohnung muss komplett saniert werden“, sagt Thomas Krantz-Tarnick vom Jugendclub. Die Wohnung sei versiegelt worden und könne wahrscheinlich monatelang nicht benutzt werden.

Seit mehreren Jahren arbeitet Daniela nun schon im Haus an der Kaltenborner Straße. Ihre Chefin Evita Brülke hat nur lobende Worte für sie übrig: „Daniela ist zuverlässig und immer da, wenn Not am Mann ist. Und sie strahlt viel Ruhe beim Umgang mit den Jugendlichen aus.“

Förderverein sammelt Spenden für Daniela

Schnell war dem „Comet“-Team klar: Daniela muss geholfen werden. Und so wurde nur wenige Stunden nach dem Unglück über den Förderverein für alternative Jugendarbeit und Jugendkultur, dem Träger des Jugendclubs, eine Spendenaktion gestartet. „Wir suchen sowohl Sach- als auch Geldspenden“, so Krantz-Tarnick.

Benötigt werden unter anderem Kleidung in den Größen 46 und 48, Schuhe der Größe 39 und technische Geräte, aber auch kleinere Dinge wie Kosmetik oder ein neues Katzenklo. Für die Sachspenden hat inzwischen bereits der Gemeinnützige Berufsbildungsverein (GBV) seine Hilfe zugesagt. Er will einen Raum zur Lagerung zur Verfügung stellen. Trotzdem bitten die Initiatoren der Spendenaktion, bei Sachspenden vorher im Jugendclub unter Telefon 03561 4197 anzurufen. „Es wäre letztlich schade, wenn beispielsweise zehn Küchen gespendet werden und wir nicht wissen, wohin damit“, so Krantz-Tarnick. Deshalb seien Geldspenden mindestens genau so wichtig: „Dann kann Daniela das kaufen, was sie braucht und was zu ihr passt“, sagt Evita Brülke.

Die Resonanz auf den Aufruf, der unter anderem auf Facebook veröffentlicht wurde, war schon in den ersten Stunden groß. Immer wieder gingen Anrufe und Mitteilungen in den sozialen Netzwerken ein, bei denen Sachspenden angeboten wurden. „Das hat mich echt positiv überrascht“, so Evita Brülke. Nun hoffen alle, dass möglichst viele Spenden zusammenkommen, damit Daniela vielleicht schon in wenigen Monaten wieder in ihre Wohnung einziehen kann.

So können Gubener Daniela helfen


Im Rahmen der Spendenaktion werden Geld- und Sachspenden entgegengenommen. Finanzielle Zuwendungen sind über das Konto des Fördervereins für alternative Jugendarbeit und Jugendkultur DE24 1805 0000 3000 0353 02 unter das Stichwort Daniela möglich. Für Sachspenden bittet der Verein darum, sich mit ihm unter der Telefonnummer 03561 4197 oder per Mail an cafe-nobudget@gmx.de in Verbindung zu setzen.