„Geh aus, mein Herz, und suche Freud“ erschallt es an diesem Abend vor dem Haus von Stadtchormitglied Monika Wachsmann. Dort haben sich – mit gebührendem Abstand – Mitglieder des Chores zusammengefunden, um gemeinsam die ersten Lieder nach der Corona-Zwangspause zu singen.

Die Leiterin des Gubener Stadtchores bekommt ein Ständchen

Auch Chorleiterin Halina Nodzak darf nicht fehlen. Sie ist schließlich auch einer der Gründe für dieses Treffen, musste sie ihren 70. Geburtstag im Mai doch ohne die Sänger in Gubin verbringen. Nun bringen diese ihr nachträglich ein kleines Ständchen.
„Es ist unser erstes gemeinsames Singen seit Mitte März“, sagt Udo Koob, der Vorsitzende des Vereins. Die Mitglieder hätten sich zwar in der Pause oft ausgetauscht und viel Kontakt gehabt, vor allem per Smartphone. „So wussten wir, wie es den anderen geht und konnten auch zum Geburtstag gratulieren.“
Nur zusammen singen konnten sie in diesen Monaten halt nicht. „Ich mache das seit 2006 praktisch jeden Mittwoch. Es hat etwas gefehlt, der gemeinsame Gesang ist halt unsere Leidenschaft.“ Manch einer habe zumindest allein ein wenig geübt.

Der Gubener Stadtchor probt erst im September wieder

Mit dem Ständchen für Halina Nodzak, die auch die Probenarbeit mit ihrem Gubiner Chor „Gloria domine“ ruhen lassen musste, geht der Gubener Stadtchor nun auch schon wieder in die Sommerpause. Die erste Probe soll danach am 9. September stattfinden. „Wir wollen uns dann auf unsere Auftritte in der Weihnachtszeit vorbereiten“, so Monika Wachsmann. Alle hoffen, dass die geplanten Konzerte stattfinden können.