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| 14:42 Uhr

Nach Angriff in Guben - Gewerkschaft fordert Elektroschocker für Polizisten

40 Jahre Mobiles Einsatzkommando (MEK) Polizei Hamburg
40 Jahre Mobiles Einsatzkommando (MEK) Polizei Hamburg FOTO: Carsten Neff (46929720)
Guben. Kampfsportler schlägt vier Polizisten krankenhausreif - dieser Fall aus Guben regt die Deutsche Polizeigewerkschaft auf. Deren Vizechef in Brandenburg fordert nun harte Strafen für Gewalttäter und eine Aufrüstung der Polizisten mit Elektroschockern. dpa/bb

Nach dem gewalttätigen Angriff auf vier Beamte hat der Brandenburger Landesverband der Polizeigewerkschaft mehr Schutz verlangt. Die Landesregierung müsse für einen schnellen und flächendeckenden Einsatz von Bodycams - Körperkameras - sorgen, betonte Lutz Thierfelder, stellvertretender Landesvorsitzender der Polizeigewerkschaft am Samstag.

Aus seiner Sicht könnten Gewalttäter dadurch von ihren Taten abgehalten werden. Zudem stünde Videomaterial zur Aufklärung bereit. Zudem sollte der Einsatz von Elektroschockern in Brandenburg geprüft werden. Auch müsse jeder körperliche Angriff auf Beamte mit einer Haftstrafe von mindestens sechs Monaten bestraft werden.

Am Freitag hatte der verschmähte Ex einer jungen Frau in Guben (Spree-Neiße) vier Polizisten angegriffen und verletzt. Der 25-Jährige versuchte nach Angaben der Polizeidirektion Süd, in die Wohnung der Frau zu gelangen. Als die Polizisten den Streit schlichten wollten, zog er ein Messer. Der Mann - ein Kampfsportler - griff die Beamten an und schlug auf sie ein. Nur mit Hilfe von Pfefferspray konnte der Angreifer überwältigt werden. Er wurde vorläufig festgenommen. Die Beamten mussten im Krankenhaus behandelt werden und waren nicht mehr einsatzfähig.