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| 13:42 Uhr

Positive Bilanz
Museum bricht sämtliche Rekorde

Caroline Tilch und Heike Rochlitz sind die Köpfe hinter dem Stadt- und Industrimuseum der Stadt Guben.
Caroline Tilch und Heike Rochlitz sind die Köpfe hinter dem Stadt- und Industrimuseum der Stadt Guben. FOTO: Michèle-Cathrin Zeidler
Guben. Mehr als 6600 Besucher 2017: Sandmannausstellung entpuppt sich als Besuchermagnet.

Elf Sonderausstellungen, 73 Sonderveranstaltungen und insgesamt 6632 Besucher - das ist die Bilanz für 2017 vom Stadt- und Industriemuseum der Stadt Guben. „Das Jahr lief wirklich gut“, fasst Museumleiterin Heike Rochlitz zusammen. „Wir haben noch einmal unseren Besucherrekord aus dem Vorjahr geknackt.“ 2016 verzeichnete das Museum nämlich mit rund 6000 Besuchern bereits eine Bestmarke. „Ein ganz besonderer Besuchermagnet war die Sandmannausstellung“, verrät die Museumsleiterin. „Die Ausstellung hatte so viele Besucher, wie keine Ausstellung vorher.“ Insgesamt 1807 Besucher nahmen die Geschichte vom Sandmann von November 2016 bis Februar 2017 in Augenschein. „Damit hatten wir gleich einen starken Start ins Jahr“, weiß Heike Rochlitz, denn die Ausstellung zog im Januar und Februar noch immer 800 Besucher in die Räumlichkeiten.

Aber das Museum machte stark weiter. „Viele Besucher haben auch in diesem Jahr unsere Osterausstellung besucht“, sagt die bekennende Osterei-Liebhaberin. Unter dem Titel „Kunst am Ei“ konnte in die einzigartige Welt kunstvoll gestalteter Eier eintaucht werden –  in den fünf Wochen nutzen 633 Besucher diese Gelegenheit.  „Ich bin froh, dass wir auch in diesem Jahr Inge Ewersbach und das Ehepaar Ingrid und Edwin Keller für die Ausstellung gewinnen konnten“, erzählt Heike Rochlitz. „Sie haben eine ganz besondere Durchbruchtechnik und entwickeln filigrane Kreationen.“

Ein besondere Erlebnis für die jüngere Generation war danach die Aktionsausstellung „Handwerk – Werke der Hand“. Das Besondere: Interaktive Module und Mitmach-Spiele, wie zum Beispiel ein Werkzeug-Regal, Tastkästen und auch eine Druck-Station sollten das Interesse am Handwerk vertiefen und die Besucher einladen, mit ihren Händen selbst aktiv zu werden. „Auf diese Weise konnten die Kinder und Jugendlichen nicht nur lesen und gucken“, so die Leiterin der Einrichtung. „Das Konzept kam gut an und zwar nicht nur bei den Jüngeren.“ Diese Ausstellung zog viele Kinder und Jugendliche aus der Region und auch aus Gubin ins Museum. „Unsere Aufgabe als Museum ist es, Wissen zu bewahren und weiterzugeben“, sagt Heike Rochlitz. „Wenn wir tätsächlich die nächste Generation erreichen, ist das toll.“

Seit der Eröffnung vor elf Jahren verzeichnet das Stadt- und Industriemuseum insgesamt 54 118 Besucher. „Es wäre natürlich toll, wenn wir in diesem Jahr die 60 000er-Marke überschreiten“, schmunzelt Heike Rochlitz. „Um diese Ziel zu erreichen, haben wir auch in diesem Jahr wieder ein vielfältiges Programm geplant.“ Das kommenden Jahr steht dabei unter dem Motto „In Bildern durch das Jahr“.

Aus diesem Grund ist die erste Ausstellung auch direkt eine Bilder­ausstellung. Die Gastausstellung des Wendischen Museums Cottbus „Karl Vouk. Satkula. oder die Wa(h)re Landschaft“ ist eine künstlerische Auseinandersetzung mit der Lausitz. „An dieser besonderen Ausstellung arbeiten wir schon seit Ende 2016“, verrät Heike Rochlitz. Am Donnerstag, 18. Januar, um 18 Uhr wird nun endlich Eröffnung gefeiert.

Weiter geht es im März mit einer deutsch-polnischen Fotoausstellung, in der Hobbyfotografen die Entwicklung in der Stadt unter die Lupe nehmen. „Besonders Interaktiv wird danach die Sonderausstellung ‚Glockenhut, Schieberhut, Filzmütze und Co’, die die Geschichte der Kopfbedeckung bis in die heutige Zeit begleitet“, gibt die Museumsleiterin einen EInblick in ihr Programm. „Außerdem planen wir fleißig am Programm für die Museumsnacht am 1. September.“ Besonders Dankbar ist Heike Rochlitz für die Unterstüzung in der Stadt: „Ohne das Engagement vieler Freiwilliger könnten wir dieses Programm nicht stemmen.“

(mcz)