Vielmehr geht es um Aufklärung über Depressionen. Wer da auf den Rädern - allesamt Tandems - sitzt, war einst selbst betroffen oder ist es noch. Gelacht wird trotzdem, versichern und beweisen die Radler beim zweiten Frühstück in einer Bäckerei in Guben. Und genossen auch. Die Landschaft etwa, die Sebastian - Vornamen müssen ausreichen - an Südfrankreich erinnert. Die "Pennplätze", wie er sie nennt. Kamenz zum Beispiel, hatte es den Radlern angetan. Auch am Pastlingsee war es beeindruckend schön, sagt eine der Mitfahrerinnen.

Von Guben, sagen sie, haben sie noch nicht viel gesehen, wollen aber noch einmal bis über die Grenze radeln, vielleicht auch zum Rathaus oder die Alte Poststraße entlang. Eine große Info-Veranstaltung wie in Spremberg ist nicht geplant. Hier will man nur kurz rasten, bevor es weiter nach Eisenhüttenstadt geht. Dass sich auch die Tageszeitung in der Neißestadt für die Radler interessiert, ist ihnen wichtig - schließlich stecke die Aufklärung über die Depression noch in den Kinderschuhen. Die Mut-Tour will ein Stück dazu beitragen, dass Depression kein Tabu bleibt.