Rund 30 Zamperer haben sich am Samstag auf Tour durch Lübbinchen gemacht, um Eier, Speck und Geld zu sammeln. Traditionell treffen sich dann am Abend alle beim Fastnachtstanz mit Eierkuchenessen im Schloss von Lübbinchen wieder. Zwar hatten die Lübbinchener in diesem Jahr vor allem mit vielen kranken Zamperern zu kämpfen. Das tat der Stimmung in der Zampergesellschaft aber keinen Abbruch.

Seit der Wende hat die Tradition des Zamperns wieder einen festen Platz im Dorf. Schon früh am Morgen treffen sich die Zamperleute, um gemeinsam mit Pauken und Trompeten von Haus zu Haus zu ziehen, zu essen und zu trinken sowie mit den Lübbinchenern ein Tänzchen auf dem Hof zu wagen. Extra aus Königs Wusterhausen angereist ist Patrick Kanai. Der junge Mann lebt und arbeitet dort, lässt es sich aber in jedem Jahr nicht nehmen, bei der Fastnacht mit dabei zu sein.

Einen Zwischenstopp zur Stärkung gibt es in jedem Jahr gegen 11 Uhr im Schloss. Dort bereiten traditionell Ortsvorsteherin Gisela Kieschke, Christine Kanai und Regina Bando ein Picknick für die hungrigen Zamperer vor. Am Abend stehen dann die drei Frauen wieder in der Küche und bereiten mit der Hilfe von Hannelore Zießmann, Sigrid Hufnagel und Angela Rischke Eierkuchen von den erzamperten Eiern.