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| 15:15 Uhr

Neues Gesicht an der Spitze des Kinder- und Jugendbeirates
Mit Frauenpower für die Jugend

Bereits seit vier Jahren ist Hanna Fahrenzt im Gubener Kinder- und Jugendbeirat aktiv. Kürzlich wurde sie nun zur neuen Vorsitzenden gewählt.
Bereits seit vier Jahren ist Hanna Fahrenzt im Gubener Kinder- und Jugendbeirat aktiv. Kürzlich wurde sie nun zur neuen Vorsitzenden gewählt. FOTO: Michèle-Cathrin Zeidler
Guben. Als neue Vorsitzende will sich Hanna Fahrentz für ein zweites Comet einsetzen. Von Michèle-Cathrin Zeidler

Hanna Fahrentz ist die erste weibliche Vorsitzende vom Kinder- und Jugendbeirat (KJB) in Guben. „Politik ist genau mein Ding. Ich liebe es zu diskutieren“, erzählt die Schülerin. „Ich finde es schön, dass die Jugendlichen in Guben die Möglichkeit haben, gehört zu werden. Das gibt es nicht in jeder Stadt.“ Mit einer starken Stimme will sie daher die Interessen ihrer Altersgenossen in den nächsten zwei Jahren im Rathaus vertreten. „Ich habe Respekt vor der Position, aber ich will mich dieser Herausforderung stellen“, so die Brünette, die seit vier Jahren im Beirat mitarbeitet. „Der Montag war bei mir immer fest für den KJB verplant“, verrät Hanna Fahrentz. „Ich war aber bisher eher die stille Beobachterin.“ Doch damit ist es nun vorbei: Für die Wahl zur Vorsitzenden wurde sie von ihrem Vorgänger Franz Weider vorgeschlagen. Dieser legte nach nur einem Jahr sein Amt nieder: „Ich denke es ist gut, dass nun erst einmal Ruhe in den Posten kommen. An mich und meine direkte Art werden sich alle sicher schnell gewöhnen.“ Als neuer stellvertretender Vorsitzende wurde darüber hinaus das langjährige Mitglied Sebastian Matschke gewählt.

Gänzlich unerfahren ist Hanna Fahrentz mit verantwortungsvollen Funktionen nicht. „Ich war bereits Schulsprecherin an der Gubener Europaschule“, verrät sie. Aktuell besucht die 17-jährige allerdings das Europaschule OSZ Oder-Spree in Eisenhüttenstadt.

Ihre erste Feuertaufe hat Hanna Fahrentz bereits hinter sich. In der vergangenen Woche nahm sie am Sozialausschuss teil. „Einige Mitglieder kannte ich bereits“, erzählt sie. Und sie sorgte in der Sitzung auch direkt für Aufsehen. „Aus Reflex habe ich zur ersten Abstimmung meine Hand gehoben“, verrät Hanna Fahrentz lachend. Als beratendes Mitglied war sie dazu allerdings nicht berechtigt: „Dafür kennt mich nun jeder und für die Zukunft weiß ich Bescheid.“

Der Kinder- und Jugendbeirat gibt es in Guben seit mehr als zehn Jahren. In dieser Zeit haben die Mitglieder einiges erreicht. So hat der Beirat am Spielplatzkonzept der Stadt mitgearbeitet, „Gestört aber Geil“ nach Guben geholt und veranstaltet jedes Jahr einen Talentwettbewerb. An diese Arbeit will Hanna Fahrentz anknüpfen. „Auch die Podiumsdiskussionen zu den Wahlen haben sich mittlerweile etabliert“, sagt das langjährige Mitglied in der Gubener Jugendfeuerwehr. „Ich möchte außerdem die Zusammenarbeit mit dem Gubiner Jugendbeirat fortführen.“

Hanna Fahrentz sieht allerdings auch Verbesserungspotenzial: „Der Hexenspielplatz muss zum Beispiel dringend ausgebessert werden.“ Außerdem wünscht sie sich einen weiteren Jugendclub. „Wir brauchen ein zweites Comet in der Mitte der Stadt“, erklärt Hanna Fahrentz, die später gerne Justizvollzugsbeamte werden möchte. „Es fehlt einfach ein offener Treffpunkt für die Jugend. Auch ein Streetworker wäre wichtig.“ Sie will sich dafür einsetzen, die Neißestadt insgesamt attraktiver für die Jugend zu gestalten. „Aktuell ist Guben eine richtige Rentnerstadt“, findet die selbsternannte „Couch-Potato“, die in ihrer Freizeit am liebsten romantische Komödien schaut.