Außerdem gab es noch für jeden Spender einen Warengutschein des renommierten Möbelhauses im Wert von zehn Euro.
Der war jedoch für fast alle Blutspender zweitrangig. Im Mittelpunkt stand bei den Spendern immer wieder der Wunsch zu helfen. Egal, wen man in der langen Schlange der Wartenden fragte, fast immer kannten die Spender die lebensrettenden Auswirkungen von Spenderblut. So auch Florian Noack, der in Eisenhüttenstadt eine Industriemechanikerlehre absolviert. Für ihn war es die erste Blutspende. „Mein Vater hat bei einer schweren Erkrankung viele Blutkonserven gebraucht, das war für mich der Auslöser zur Spende“ , sagt der junge Mann und ergänzt, „außerdem erfahre ich so gleich noch meine Blutgruppe“ .
Neben ihm wartet Arzthelferin Stefanie Donath. Sie hatte am Sonnabend ein kleines Blutspenderjubiläum. Zum zehnten Mal spendete sie Blut. Sie kennt den Bedarf an Blutkonserven berufsbedingt und rät immer wieder zur Spende. „Es ist gesund für den eigenen Körper, wenn sich das Blut regenerieren kann“ , schildert sie ihren Kenntnisstand.
Derweil zeigt sich Lars Hendel vom DRK-Blutspendedienst sehr zufrieden mit der Bereitschaft der Gubener. Seine Aufgabe war es, die Eignung der Spender zu prüfen und deren Hämoglobinwert zu ermitteln. Das sieht Sabine Bär als Vorteil an und meint, dass so ihr Blut ab und zu kontrolliert wird.

Höheres Unfallrisiko im Sommer
Für Sandra Hero steht das Helfen an erster Stelle. Die Krankenschwester betreut im Cottbuser Carl-Thiem-Klinikum Krebspatienten und kennt deshalb den hohen Bedarf an Blutkonserven.
„Ich bin überzeugt, dass gerade in den Sommermonaten viele Blutkonserven gebraucht werden, weil das Unfallrisiko größer ist und Blutspender oft im Urlaub sind“ , schildert Maik Stiebitz seine Erkenntnisse. Ein Tipp des Hausarztes, nach dem eine Blutspende blutdrucksenkend wirkt, brachte bei dem Bäcker die Bereitschaft, für andere und gleichzeitig auch für seine Gesundheit etwas zu tun.
Auf 28 Spenden können Bernadett Kruppa und Barbara Weiss verweisen. Beide sind pharmazeutisch-technische Assistenten in Apotheken der Neißestadt und hatten aus der RUNDSCHAU von der Spendenaktion erfahren. Das Blut werde auf jeden Fall gebraucht, begründen beide übereinstimmend ihr Motiv, Blut zu spenden.

Hohe Spendenbereitschaft
Ähnlich äußert sich auch die Arbeitsuchende Annett Kegel, die sich bereits auf eine lange Wartezeit eingestellt hatte. Und das lag ausnahmslos an der großen Zahl der Spender, die sich bis in den frühen Nachmittag im Gubener Möbelhaus in die Schar der Blutspender einreihten. Sanitätsrat Erna Gotzel, sie überwachte die Spendenaktion aus ärztlicher Sicht, freute sich über die hohe Spendenbereitschaft der Neißestädter. „Erst vor vier Tagen waren wir in Guben und konnten ebenfalls eine gute Resonanz verzeichnen, jetzt rechen wir am kommenden Donnerstag ebenfalls mit einer überdurchschnittlichen Beteiligung“ , sagt die auf Honorarbasis arbeitende pensionierte Ärztin optimistisch.
Allen Blutspendern rät sie, sich den 12. Juli von 14.30 bis 19 Uhr vorzumerken. Dann ist wieder beim DRK in der Kaltenborner Straße Gelegenheit zum Blutspenden. (fw)