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Guben
Mit dem Zug zur Mugge nach Kerkwitz

Die Kultband Pusteblume lockte viele Besucher ins beschauliche Kerkwitz zu einem großartigen Konzert.
Die Kultband Pusteblume lockte viele Besucher ins beschauliche Kerkwitz zu einem großartigen Konzert. FOTO: Ute Richter
Kerkwitz. Das Pusteblume-Konzert wurde nicht besucht, es wurde zelebriert, um Erinnerungen zu pflegen.

Noch heute erinnern sich viele Konzertbesucher gern daran, wie sie zu DDR-Zeiten durch die Republik gepilgert sind und die Musik der Gruppe auf Kassettenrekordern mitgeschnitten haben. Und vielleicht genau deshalb hat der Kleintierzüchterverein die Kultband um Rainer und Margret ,,Mine“ Friedrich und Jochen Ebert ins beschauliche Kerkwitz geholt. Viele Besucher kannten die Musiker aus dem Gasthof in Eulo, wo sie zu DDR-Zeiten oft spielten. Die Gaststätte im Forster Ortsteil war früher ein legendärer Blues-Schuppen. Und auch am Samstag sah man viele noch mit der gleichen Haarpracht wie damals. Einige hatten sich sogar mit dem Zug auf nach Kerkwitz gemacht, um „das Feeling von damals“ aufkommen zu lassen. Aber es kamen auch junge Leute. Mal laute, mal leise Songs präsentierten die Musiker. Die Band lebt, vereint alte und neue Fans.

In Lichtenstein in Sachsen hat die 1980 gegründete Folk-Rock-Band Pusteblume ihren Ursprung. Zunächst spielten die Musiker Lieder von Neil Young nach. Später kamen eigene Lieder („Ich geh weg“) hinzu.Es folgten Auftrittsverbote, dennoch blieb sich die Band treu. Alle bekannten Säle im Osten Deutschlands wurden bespielt. Mit dabei immer ihre legendäre Wohnzimmerlampe, die auch am Samstag nicht fehlte. Unter der spielten die Musiker ihre Songs wie vor 30 Jahren. Und die Besucher tanzten, auch wie schon vor 30 Jahren.

(utr)