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Mit dem Traktor in die Randgebiete

Trotz des nasskalten Wetters ließen sich die Groß Drewitzer ihr Fastnachtswochenende nicht vermiesen.
Trotz des nasskalten Wetters ließen sich die Groß Drewitzer ihr Fastnachtswochenende nicht vermiesen. FOTO: Ute Richter/utr1
Groß Drewitz. Bereits am frühen Samstagmorgen hat für die Groß Drewitzer das Fastnachtswochenende begonnen. Mit zwei Traktoren machte sich die bunt kostümierte Truppe auf, um die Randgebiete des Ortes abzuzampern. utr1

Die Bewohner der Wagenburg, Kolonie und Schieben Vorwerk warteten schon auf die Zamperleute, die von Haus zu Haus zogen und Eier, Speck und Geld für das Eierkuchenessen im Gebäude der Feuerwehr sammelten.

Ramona Ullmann vom Dorfklub erinnert sich noch an eine Fastnacht, bei der der Traktor kaputt ging. "Hingekommen sind wir gut, aber nicht mehr zurück", denkt sie an den langen Fußmarsch aus Schieben Vorwerk.

Aber seitdem sei immer alles glatt gegangen und so wurden die Zamperleute auch diesmal nach ihrem jährlichen "Ausflug" von den Bewohnern rund um den Ruschefleck auf ihren Höfen erwartet. Am Samstag waren vor allem Glühwein und Kaffee gefragt, denn das nasskalte Wetter saß den Zamperern gegen Mittag schon in den Knochen. Trotzdem hatten sie jede Menge Spaß und ließen es sich nicht nehmen, mit den jeweiligen Hausherren ein Tänzchen auf dem Hof zu wagen. Für die richtige Musik sorgen dabei stets die "Fantastischen Vier" mit ihren Blasinstrumenten. Seit vielen Jahren dabei ist auch der Berliner Musiker Erwin Keppler, der aus der Region stammt. Der 65-Jährige ergänzt mit dem Saxofon die Kapelle und ist heute noch im Orchester der Berliner Verkehrsbetriebe musikalisch aktiv.