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| 19:17 Uhr

Feldbahn
Mini-Bahnhof Groß Drewitz begeistert mit Glühweinfahrt

Viele Familien mit Kindern kamen am vorletzten Tag des Jahres nach Groß Drewitz, um mit der Feldeisenbahn ein paar Runden zu drehen. Foto: Ute Richter
Viele Familien mit Kindern kamen am vorletzten Tag des Jahres nach Groß Drewitz, um mit der Feldeisenbahn ein paar Runden zu drehen. Foto: Ute Richter FOTO: Ute Richter
Groß Drewitz. Bei Peter Rassmann können Interessierte mit der Feldbahn fahren. Elf Loks und fahrbare Untersätze besitzt der Hobbysammler.

Es ist schon zu einer schönen Tradition geworden, dass Familie Rassmann im beschaulichen Groß Drewitz am Tag vor dem Jahreswechsel jeweils auf ihr Gehöft einlädt. Dann dreht ihre Feldeisenbahn unentwegt ihre Runden. Jedes Jahr kommen viele Familien mit Kindern, Opas und Omas und genießen die Fahrten im Rassmannschen Garten.

Mit zwei Bahnen ging es auf die rund 600 Meter Fahrstrecke. Hausherr Peter Rassmann gibt den interessierten Besuchern bereitwillig Auskunft über seine Anlage. Dabei war zu erfahren, dass die gängigste Bahn zu DDR-Zeiten die mit einer Spurweite von 60 Zentimetern war. Deren Schienen liegen auch in Groß Drewitz. Die Waggons dieser Spurweite werden angezogen von einer Lok, die bereits 1936 gebaut wurde.

Neben der 60er fährt auch eine Bahn mit 50 Zentimetern Spurbreite. Die hatte Rassmanns Sohn Christian wieder betriebsfähig gemacht und im Garten die Gleise dafür verlegt. Sie wird gezogen von einer DDR-Lok „Ns 1“ aus den 50er-Jahren. „Wir hatten in den vergangenen Jahren soviel Zulauf, deshalb fahren bei uns zwischen Weihnachten und Silvester beide Bahnen“, sagt Peter Rassmann.  Und dass diese Entscheidung gut war, zeigte sich tatsächlich an den zahlreichen Besuchern. Für Familie Bonkatz aus Guben war es das erste Mal, dass sie nach Groß Drewitz kam. Ihr Enkel Mika wollte aus den Wagen kaum noch heraus. Immer wieder drehte der Achtjährige mit beiden Bahnen die Runden. Der Steppke ist absoluter Eisenbahnfan. Hausherrin Annegret Rassmann versorgte die Gäste mit Glühwein, Quarkspitzen und Bratwurst.

Angefangen hatte alles im Jahr 1992, als Peter Rassmann seine erste Feldbahn-Diesellok kaufte. Schienen wurden im Garten verlegt, die sich im Laufe der Jahre erweiterten. Etwa ein Kilometer lang ist die Strecke mittlerweile. Ein Lokschuppen wurde gebaut. Insgesamt elf Lokomotiven und fahrbare Untersätze nennt der Groß Drewitzer Peter Rassmann  sein Eigen.