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Melancholisch, fröhlich und anspruchsvoll

Christine Borleis (Klavier), Almut Wilke, Kerstin Domrös und Peter Ewald (v.l.) haben der Atterwascher Kirche das letzte Sommerkonzert des Jahres gegeben.
Christine Borleis (Klavier), Almut Wilke, Kerstin Domrös und Peter Ewald (v.l.) haben der Atterwascher Kirche das letzte Sommerkonzert des Jahres gegeben. FOTO: Jana Pozar/zar1
Atterwasch. Unter dem Titel "Die beste Zeit im Jahr ist mein" präsentierten Almut Wilke (Sopran), Kerstin Domrös (Alt), Christine Borleis (Orgel und Klavier) sowie Peter Ewald (Tenor) Musik und Gesang von Johann Sebastian Bach über Georg Philipp Telemann bis Heinrich Schütz und Gabriel Faure, einem Lehrer von Maurice Ravel. Klassik in englischer Sprache präsentierten die vier Musiker mit Kompositionen eines der bedeutendsten Komponisten Englands, Henry Purcell. zar1

Die Übersetzung ins Deutsche, stimmte nachdenklich: "Meine Ruhe ist für immer verloren. Verloren ist der glücklichste Teil, verloren mein zartes Bemühen, ein unempfindliches Herz zu berühren..." Doch schnell verflog die Melancholie , denn der Engländer hatte auch flotte Werke komponiert.

Und endlich bekamen die Zuhörer auch Musik einer Komponistin zu Gehör. Fanny Hensel war die ältere Schwester von Felix Mendelssohn Bartholdy. "Als Frau durfte sie damals keine Musikerin werden", erklärte Peter Ewald. Ihre Werke wurden erst im 20. Jahrhundert wieder entdeckt. Fröhlich, verspielt, aber auch anspruchsvoll.

"Es war ein sehr schönes Konzert mit Werken von fantastischen Komponisten und wundervollen Stimmen", schwärmte Horst Genske aus Guben am Ende. Und seine Schwester fügte hinzu: "Die Sopranstimme von Almut Wilke ist wunderbar."