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| 14:47 Uhr

Kommentar: Körperspender besuchen Gubener Plastinate
Verteufeln ist zu kurz gedacht

 Daniel Schauff
Daniel Schauff FOTO: LR / Sebastian Schubert
Dass das Plastinarium einen Besuch von Körperspendern öffentlich macht, die Presse einlädt, ist typisch. Gunther und Rurik von Hagens sind glücklicherweise bemüht, die Arbeit der Plastinatoren so öffentlich wie möglich zu machen und zu unterstreichen: Wer hier ausgestellt wird, wer als Forschungsobjekt an Unis landet, der will das so.

Die beiden britischen Körperspenderinnen sind überzeugt davon, mit ihren Körpern nach dem Tod ewas Gutes zu tun. Niemand zwingt sie dazu, genau so wie niemand gezwungen wird, sich die Körperwelten-Ausstellungen anzusehen.

Sie allerdings aus ethischen Gründen zu verteufeln, ist sehr kurz gedacht. Der Großteil der Plastinate dient der Forschung – der Medizin. Und das ist doppelt und dreifach ethisch korrekt.