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| 13:48 Uhr

Statistik
Mehr Verkehrsunfälle, aber weniger Verletzte

Bei diesem Lkw-Unfall am Grenzübergang Schlagdorf im vergangenen Oktober war Glätte die Unfallursache.
Bei diesem Lkw-Unfall am Grenzübergang Schlagdorf im vergangenen Oktober war Glätte die Unfallursache. FOTO: Michèle-Cathrin Zeidler
Guben. Missachtung der Vorfahrt und ein zu geringer Abstand sind weiterhin die Hauptursachen für Unfälle in Guben.

Im vergangenen Jahr ereigneten sich in Guben insgesamt 441 Verkehrsunfälle. Darüber informiert Bettina Groß, Leiterin der Polizeiinspektion Cottbus/Spree-Neiße, in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung. Im Jahr 2016 registrierte die Polizei in der Neißestadt 432 Verkehrsunfälle. „Obwohl sich die Zahl damit um neun Unfälle erhöht hat, gab es weniger verletzte Personen“, so Bettina Groß. Im vergangenen Jahr wurden nämlich 49 Personen durch Verkehrsunfälle verletzt, im Vorjahr waren es 57. Ebenfalls positiv: „Es gab auch 2017 keinen Unfalltoten in Guben.“

Insgesamt gibt es im Landkreis Spree-Neiße einen positiven Trend bei den Verkehrsunfällen. Während sich 2016 insgesamt 3676 Verkehrsunfälle ereigneten, waren es 2017 3614 registrierte Fälle. Und auch die Zahl der Verletzten ist von 409 Personen auf 379 zurückgegangen. Die Zahl der Unfalltoten wurde ebenfalls reduziert: von zehn auf sieben Tote.

Die Hauptursache für Unfälle in der Neißestadt führen die Beamten auf die Missachtung der Vorfahrt zurück. 132 Mal krachte es deswegen im vergangenen Jahr. Auf Platz zwei folgen mit 55 Nennungen Unfälle durch zu einen zu geringem Abstand. Wild war 2017 in 53 Fälle die Unfallursache. Positiv bewertet Bettina Groß den Rückgang bei den Verkehrsunfällen, die auf Alkohol und Drogen zurückzuführen sind. Während es 2016 acht Mal durch einen Sinnesrausch krachte, waren es 2017 fünf Fälle. Damit dieser positiv niedrige Stand weiterhin Bestand hat, kündigte die Polizeileiterin auch in Zukunft häufig Verkehrskontrollen an.

Ein Blick auf die Altersverteilung zeigt, dass es Guben 2017 weniger Unfälle durch junge Fahrer entstanden sind. Nur bei 32 Verkehrsunfällen saßen Fahrer zwischen 18 bis 24 Jahren am Steuer, 2016 waren es 37. Die Anzahl der Unfälle durch Senioren ab 65 Jahre ist hingegen von 117 Fällen auf 138 gestiegen. „Das heißt aber nicht, dass Senioren die schlechteren Autofahrer sind“, betonte die Polizeileiterin. Allerdings seien die Senioren oftmals viel mit dem Auto unterwegs und ihre Anzahl steige: „Vielfach fahren Senioren gut und vorsichtig.“

(mcz)