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| 13:33 Uhr

Feuerwehr
Mehr Geld für Gubens Kameraden

 Die Kameraden der Gubener Feuerwehr arbeiten ehrenamtlich wie hier beim Brand einer Lagerhalle in der Kupferstraße. Dennoch zahlt die Stadt als Anerkennung Entschädigungen. Die sollen nun deutlich höher ausfallen.
Die Kameraden der Gubener Feuerwehr arbeiten ehrenamtlich wie hier beim Brand einer Lagerhalle in der Kupferstraße. Dennoch zahlt die Stadt als Anerkennung Entschädigungen. Die sollen nun deutlich höher ausfallen. FOTO: Feuerwehr Guben
Guben. Die Stadtverwaltung hat die Entschädigungssatzung für Feuerwehr-Mitglieder überarbeitet. Von Daniel Schauff

Selten, dass die Stadt vor Mehrausgaben steht und wirklich kein Stadtverordneter Diskussionsbedarf hat. Die Kameraden der Gubener Feuerwehr wird das freuen – sie sollen nämlich künftig mehr Geld bekommen.

Die Stadt hat ihre Satzung über die Gewährung von Aufwandsentschädigungen an Angehörige der Freiwilligen Feuerwehr Guben überarbeitet. „Diese leistungsorientierte Ergänzungen sollen weiterhin die Anerkennung der Stadt für die Arbeit der ehrenamtlichen Feuerwehr ausdrücken und außerdem die bestehenden und vor allem auch zukünftigen Angehörigen der Feuerwehr Guben motivieren, eine hohe Einsatzbereitschaft und ein über das Normalmaß hinausgehendes Engagement zu zeigen“, heißt es in der Beschlussvorlage, über die die Stadtverordneten Anfang April entscheiden sollen. Zum Juni dann soll die neue Satzung gelten.

Bekommt etwa der Stadtbrandmeister, wie er in der alten Satzung von 2001 noch hieß, jährlich 562 Euro, werden daraus laut neuer Satzung für den Stadtwehrführer 100 Euro pro Monat. Sein Stellvertreter bekommt 60 Euro pro Monat, bislang sind es 481 Euro im Jahr. Ortswehrführer sollen künftig 50 Euro Entschädigung pro Monat erhalten, der Stadtjugendfeuerwehrwart ebenfalls, sein Stellvertreter 30 Euro im Monat. Bisher lagen die Entschädigungszahlungen pro Jahr zwischen 150 Euro und rund 330 Euro je nach Funktion.

Und mehr noch ändert sich für die Freiwilligen – gab es bisher zehn Euro pro Einsatz, soll es künftig bei Einsätzen, die länger als zwei Stunden dauern, pro Stunde noch einmal 2,50 Euro obendrauf geben.

Auch weitere Tätigkeiten bei der Freiwilligen Feuerwehr werden in der neuen Satzung berücksichtigt. So sollen Kameraden, die im Feuerwehrleitungsdienst Bereitschaft haben, fünf Euro pro Bereitschaftstag bekommen. Ausgebildete Atemschutzgeräteträger sollen fünf Euro im Monat erhalten. Leitern der Truppmannausbildung sollen laut neuer Satzung 100 Euro pro Lehrgang gezahlt werden, Ausbildern zehn Euro pro Ausbildungsstunde auf Grundlage des Ausbildungsplans. Darüber hinaus sollen Ausbilder einer Brandschutzerziehung zehn Euro pro Maßnahme erhalten, Ausbildern bei der Kinder- und Jugendfeuerwehr oder in der Einsatzabteilung sollen fünf Euro pro Ausbildung ausgezahlt werden.

Wie teuer die neue Satzung für die Stadt wird, ist schwer zu sagen und abhängig von der Zahl der Einsätze in den kommenden Jahren. Laut Stadtverwaltung waren es in den vergangenen 15 Jahren durchschnittlich 145 Einsätze der Feuerwehr pro Jahr. Im Haushalt 2019/20 sind 56 000 Euro eingeplant für die Entschädigungszahlungen an Kameraden, die Stadt geht derzeit von Mehrausgaben von rund 17 600 Euro aus.