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| 17:20 Uhr

Euroregion Spree-Neiße-Bober
Martin Gorholt besucht Guben und Gubin

Staatssekretär Martin Gorholt (3.v.l.) hat sich bei der Euroregion Spree-Neiße-Bober über die grenzüberschreitende Zusammenarbeit informiert. 
Staatssekretär Martin Gorholt (3.v.l.) hat sich bei der Euroregion Spree-Neiße-Bober über die grenzüberschreitende Zusammenarbeit informiert.  FOTO: Michèle-Cathrin Zeidler
Guben. Euroregion Spree-Neiße-Bober wirbt beim Staatssekretärum Unterstützung Brandenburgs.

Staatssekretär Martin Gorholt (SPD), der Bevollmächtigte des Landes Brandenburg beim Bund und Beauftragte für Internationale Beziehungen, hat am Donnerstag Guben und Gubin einen Besuch abgestattet. Am Nachmittag hat er sich mit der Geschäftsstelle der Euroregion Spree-Neiße-Bober beraten. „Wo drückt der Schuhe?“, will Martin Gorholt nach der Vorstellung der Euroregion wissen.  

„Wir sind gut aufgestellt, aber natürlich gibt es noch Verbesserungspotenzial“, räumt Geschäftsführer Carsten Jacob ein. Ein großes Problem sei die langsame Erstattungsgeschwindigkeit. „Bisher konnten wir noch nicht ein Projekt aus dem Kleinprojektefond endabrechnen. Kein bestätigtes Großprojekt aus der Euroregion, außer dem Kleinprojektefond-Schirmprojekt, hat bisher eine Erstattung erhalten“, legt der Geschäftsführer die aktuelle Lage dar. „Die zeitlichen Abläufe müssen optimiert und die Verfahren vereinfacht werden.“ Außerdem sei die fehlende Designierung ein Problem, denn diese führe zu der Angst vor ausbleibenden Erstattungen aus Brüssel auf das Programmkonto. Weiterhin bittet Carsten Jacob um Unterstützung Brandenburgs für ein auskömmliches Interreg VIA Budget sowie bei den drängenden Themen Rettungswesen und grenzüberschreitender öffentlicher Personennahverkehr. „Beim Rettungswesen müssen Kostenerstattungen und Haftungsfragen noch geklärt werden. Da brauchen wir jede Unterstützung“, ergänzt Harald Altekrüger (CDU), Landrat des Landkreises Spree-Neiße und Präsident der Euroregion. Beim grenzüberschreitenden öffentlichen Personennahverkehr sieht die Euroregion Potenzial für ein Folgeprojekt. „Mit zwei Elektro-Bussen könnten wir die CO2-Belastung vermindern“, so Carsten Jacob. Wichtig ist für ihn außerdem die 85-prozentige Förderung für den Kleinprojektefond.