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| 01:02 Uhr

Manege frei für junge Gubener Artisten

Guben.. „Willkommen in der Manege“ : Seit Mittwoch treffen sich junge Gubener unter diesem Motto zum Zirkus-Workshop im „Fabrik“ e. V. Jonglieren, Zaubern oder Clownerie – jeder übt, was ihm am besten gefällt. Heute Abend geht der Vorhang auf: Da präsentieren die jungen Artisten dem Publikum ihr Können. Melanie Longerich

Hier wird intensiv geübt, das ist schon von draußen zu hören. Lauter HipHop wummert aus den Räumen der „Fabrik“ an der Hegelstraße. Gelächter ertönt.
Sechs Kinder zwischen zehn und zwölf Jahren machen mit. Die meisten haben schon Workshops mit dem „Harlekids“ - Kinderzirkus besucht, den die „Fabrik“ im vergangenen Jahr ausgerichtet hat. Dieses Mal hat Doreen Kleinert, Sozialarbeiterin des Vereins, die Leitung übernommen.
Auch Phillipp und Stefan, beide elf Jahre alt, sind schon „alte Hasen“ . Sie haben sich ganz der Zauberei verschrieben und reichlich Tricks auf Lager: Sie zaubern aus drei Stricken einen, und ein Kaninchen soll auch aus dem Hut springen. Irgendwann. Gerade üben sie erst noch den Röntgenblick durch Tassen und lassen Menschen schweben. Mit Gabeln und Löffeln allerdings klappe es noch nicht so ganz, erzählt Phillipp aufgeregt.
Heute um 18 Uhr muss ihr Showprogramm stehen, denn dann heißt's „Manege frei“ . Alle sind in die Räumlichkeiten der „Fabrik“ eingeladen, um das Können der jungen Artisten zu bewundern. Ein wenig mulmig ist ihnen schon. Stefan sagt grinsend: „Das wird schon gut gehen. Es macht richtig Spaß, die Leute reinzulegen.“ Über eine Karriere als Profi-Zauberer habe er aber noch nicht nachgedacht. Stefan zuckt lässig mit seinen Achseln.
Die zehnjährige Maria hingegen schon. Sie übt gerade das Jonglieren mit Tüchern und ist ganz konzentriert bei der Sache. Beim letzten Workshop hat sie das Laufen auf einem großen Ball gelernt, jetzt müssen die Künste erweitert werden. „Als Artist muss man nämlich viele Sachen können“ , fachsimpelt sie. „Dafür muss ich viel üben.“
Julia ist zwölf Jahre alt und liebt den Zirkus. Besser aber noch findet sie, die Kunststücke selber auszuprobieren. Gerade probt sie als Clown einen Sketch: „Zu einem ordentlichen Zirkus gehört auch ein Clown, der führt nämlich durch das Programm.“
Dann haben die jungen Gubener genug geredet. Schon ist es höchste Zeit: Gleich geht's los mit dem Jonglieren der Poi - Bälle an Schnüren. „Die Bewegungen sind ähnlich wie beim Keulenschwingen“ , weiß Julia. „Da werden die Zuschauer dann ganz schön staunen, was wir können.“