(utr) Unter dem Motto „Neue Besen kehren gut“ haben am Maifeiertag die Industriegewerkschaften Bergbau/Chemie/Energie (IG BCE) und Bau-Agrar-Umwelt (IG BAU) sowie die Parteien Die Linke und SPD in der Gubener Kleingartensparte „Süd-West“ zur Maifeier geladen. Traditionell kommen an diesem Tag die Menschen zusammen, um mit den Parteien und Gewerkschaften ins Gespräch zu kommen, sich zu informieren oder einfach einen schönen Feiertag zu verbringen.

Für Bernd Grünberg von der IG BCE ist es wichtig, dass die Gewerkschaften den Gegenpol zu den Arbeitgebern bilden. „Es geht um Mitbestimmung in den Betrieben“, so der Gewerkschaftsmann. Seit 1990 existiert die Gubener Gruppe der IG BCE und setzt sich für die Belange der Arbeitnehmer ein.

Peter Stephan von der IG BAU sagte, dass man bei allen schon erreichten Zielen wie Frauenquote, Mindestlohn oder der 40-Stunden-Woche noch viel zu tun habe. „Gerade im Niedriglohnsektor gibt es einen Ausbeutungsgrad, den man nicht hinnehmen darf“, so Stephan. Es gelte außerdem, für auskömmliche Löhne zu kämpfen, damit Familien ohne Sorge um ihre Kinder frei leben können, ergänzt er.

Die Maifeier findet seit mittlerweile 23 Jahren in der Gartenanlage „Süd-West“ statt. Der Ort wurde damals gewählt, weil der Vorsitzende der IG BAU dort Gartenbesitzer war. Anfangs gab es einen Fahrradkorso von der Stadtmitte zur Gartenanlage. Den gibt es heute nicht mehr. Gefeiert wird trotzdem. Das freut auch Bürgermeister Fred Mahro (CDU): „Es ist eine große Tradition. Dass es Veranstaltungen wie diese oder das Oldtimertreffen in Grießen gibt, wo auch viele Gubener hinfahren, zeigt, dass die Menschen diesen Tag genießen. Es ist eben ein Feiertag.“

Für Verpflegung sorgten neben dem neuen Betreiber des Gartenlokals „Süd-West“, dem auch das Motto gewidmet war, traditionell die Frauen der IG BCE mit selbst gebackenem Kuchen, dessen Verkaufserlös für soziale Zwecke gespendet wird. Erstmals gab es auch eine kulturelle Darbietung. Die Cottbuserin Doris Andreas sorgte mit Comedy und Gesang für gute Stimmung.