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| 21:27 Uhr

Guben
Mahro ist Bürgermeister

Fred Mahro (l.) nimmt am Sonntag die Glückwünsche zum Wahlsieg in seinem Büro entgegen. Einer der ersten Gratulanten ist Gottfried Hain, der selbst schon Rathauschef war.
Fred Mahro (l.) nimmt am Sonntag die Glückwünsche zum Wahlsieg in seinem Büro entgegen. Einer der ersten Gratulanten ist Gottfried Hain, der selbst schon Rathauschef war. FOTO: LR / Silke Halpick
Guben. Der amtierende Rathauschef setzt sich bei Stichwahl gegen die AfD-Konkurrenz durch. Von Silke Halpick

Der neue Gubener Bürgermeister ist der alte: Fred Mahro (CDU) hat sich in der Stichwahl am Sonntag gegen seinen Konkurrenten Daniel Münschke (AfD) mit 58,4 Prozent durchgesetzt. Das ist ein Vorsprung von 1230 Wählern.

„Unwahrscheinlich erleichtert“ sei er, gibt Fred Mahro nach Bekanntgabe der Zahlen zu. „Schon bei der ersten Wahl war der Druck groß“, schiebt er hinterher. Am 22. April trennten den CDU-Mann lediglich 1,3 Prozent vom Wahlsieg. 3841 Gubener gaben ihm damals ihre Stimme, bei der Stichwahl sind es nun 4292. Das reicht.

„Ich bin stolz auf die Stadt und auf die, die mich gewählt haben“, sagt Mahro. In seinem Büro im Rathaus stehen die Gratulanten Schlange. „Jetzt kann ich wieder ruhig schlafen“, sagt Hannelore Uherek vom CDU-Stadtverband. Gemeinsam mit weiteren Christdemokraten hatte sie die Veröffentlichung der Wahlergebnisse auf der Leinwand im Sitzungssaal des Rathauses verfolgt. Ganz sicher, dass es Mahro gegen die AfD-Konkurrenz schafft, war man sich auch hier nicht.

„Die Gubener haben klug gewählt“, sagt Bartlomeji Bartczak, Gubins Bürgermeister, mit einem Grinsen im Gesicht. Bartczak und Mahro verbindet eine jahrelange Freundschaft. Die Bürgermeisterwahl habe er „wie seine eigene“ empfunden, sagt Bartczak. Für ihn ist klar, dass der Doppelstadt „eine gute Zeit bevorsteht“. Auf Gubiner Seite wird im November gewählt. Bartczak will wieder antreten, wie er sagt.

Seit mehr als sechs Jahren führt Mahro bereits die Geschäfte in der Stadt, allerdings nur amtierend in der Funktion des stellvertretenden Bürgermeisters. Dass er nun auch ganz offiziell „das Mandat aus der Bürgerschaft“ dafür hat, will er nutzen. „Egal, wie lange wir heute noch feiern, morgen früh um 8 Uhr geht es im Rathaus weiter“, sagt er.

„Enttäuscht“ ist hingegen Daniel Münschke, wie er offen zugibt. „Ich bin angetreten, weil ich Bürgermeister werden will“, begründet der AfD-Mann. Enttäuscht sei er über die Wahlbeteiligung. Am 22. April gingen 53,1 Prozent, diesmal nur 49,5 Prozent wählen. Gefreut habe ihn, dass er selbst nochmals zugelegt habe. Bei der Hauptwahl gaben ihm 34,8 Prozent ihre Stimme, diesmal 41,6 Prozent. In absoluten Zahlen stieg der Zuspruch von 2742 auf 3062 Stimmen.

Münschke und andere AfD-Parteikollegen schauten den Wahlhelfern bei der öffentlichen Auszählung der Stimmen zu. Auf die RUNDSCHAU-Frage, ob aus seiner Sicht alles ordnungsgemäß verlaufen sei, will er allerdings „momentan kein Statement“ abgeben.

Der Wahlausschuss der Stadt Guben tagt am Dienstag, ab 15 Uhr, im Rathaus, um das endgültige Wahlergebnis festzustellen.