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| 01:10 Uhr

Lkw-Stau und kein Ende

Gegen den Lkw-Stau auf der B 112 scheint kein Kraut gewachsen zu sein.
Gegen den Lkw-Stau auf der B 112 scheint kein Kraut gewachsen zu sein. FOTO: Foto: Jürgen Hennig
Guben.. Kein Feiertag und trotzdem wieder ein überdimensionaler Grenzstau am Wochenende. Erst Sonntag gegen drei Uhr normalisierte sich die Lage wieder (die RUNDSCHAU berichtete). Um die Situation als solches zu entschärfen, richtete die Gubener Polizei erneut einen Richtungsverkehr aus Richtung Guben ein. B. Remus

Wer ausGuben in Richtung Forst fahren möchte, der hat auch bei Mega-Staurelativ freie Fahrt. Bedingung ist allerdings, dass Kraftfahreraus Richtung Forst mit Ziel Guben die Umleitungs- undSperrschilder ernst nehmen, die in Groß Gastrose aufgestelltsind. Und die gibt es im Fall der Fälle, wie am vergangenenWochenende wieder, reichlich. Eine „U B 97“ , eine „U 7“ und eine„U“ lenken seit kurzem den Verkehr von der B 112 in RichtungKerkwitz, Atterwasch und letztlich B 97. Eine Umleitung durchKerkwitz und Schlagsdorf, wie im Leserbrief „Schikane von Amtswegen“ (RUNDSCHAU vom 15. April, S. 14) geschildert, wirdglücklicherweise jetzt nicht mehr ausgewiesen.
In Groß Gastrose steht bei Stau am Abzweig Kerkwitz noch einDurchfahrtverbotsschild für Fahrzeuge aller Art mit dem Zusatz„Zufahrt bis Klein Gastrose frei“ . Öfters wurde es allerdingsmissachtet.
Wenn kein Stau ist, sind alle diese Schilder weggedreht. Daszusätzliche Blechschild mit dem nach links weisenden roten Pfeilfehlte dieses Mal am Abzweig allerdings. Dafür gab es bei KleinGastrose ein weiteres Durchfahrtverbotsschild - ohne Zusatz.
Ein wahrer Schilderwald in Groß Gastrose ist also nötig, um dasStau-chaos halbwegs beherrschbar zu machen, Unfälle weitgehend zuvermeiden. Zu Ostern hatten noch zahlreiche Kraftfahrer dieSperr- und Umleitungsschilder missachtet und versucht, trotz Stauaus Richtung Forst nach Guben zu gelangen - und waren in 35Fällen abkassiert worden (die RUNDSCHAU berichtete). An diesemWochenende mussten nur noch 15 Kraftfahrer Verwarngeld blechen,davon auch drei Brummi-Fahrer. Und auch diese mussten wenden, umim Stauraum Zusammenstöße mit dem Gegenverkehr zu vermeiden.„Diese erzieherischen Maßnahmen werden auch fortgeführt“ ,versichert Erwin Gaulke, stellvertretender Polizeiwachenleiter inGuben.
Mit dem Versuch, das Verkehrschaos auf der B 112 im Staufallbeherrschbar zu machen, ist die Gubener Polizeiwache jedoch ganzallein gelassen. Zwar dürfen die Brummis auf einer Bundesstraßegar nicht mit laufendem Motor parken. Aber sie daran hindern undzum nächsten Grenzübergang weiterleiten kann sie offenbar auchniemand. Also ergreift die Polizei operative Maßnahmen, wie dasEinrichten des zeitweisen Richtungsverkehrs auf der B 112.
Der wiederum sorgt bei Ortskundigen - wegen der großen Umleitung- teils für großen Unmut. Aber echte Alternativen sind auchweiterhin nicht in Sicht. Und die nächsten Feiertage undWochenenden kommen ganz bestimmt. Schon für das ersteMaiwochenende rechnen die Gubener Polizisten mit dem nächstenMegastau am Grenzübergang bei Schlagsdorf.