Pünktlich zum Weihnachtsfest ist das mittlerweile vierte Buch mit Geschichten der Gubener Klosterkirchenmaus Piepsi fertig geworden. Lange mussten die Liebhaber dieser Gubener Kinderbuchreihe auf die neuen Abenteuer der mutigen Maus warten. Denn lag zwischen den ersten drei Bänden (2012, 2013 und 2014) jeweils ein Jahr, so vergingen bis zum nun vorliegenden vierten Band ganze fünf Jahre.

Viele Ideen, aber zu wenig Zeit

„Immer kam etwas dazwischen“, erzählt Autor Andreas Peter. Und dabei lag es nicht an fehlenden Ideen für den Inhalt. Davon gab und gibt es viele. Es waren die fehlende Zeit und viele andere Termine, die der Stadtwächter wahrnehmen musste. „Ich war jetzt selber unzufrieden mit mir und wollte Piepsi unbedingt wieder raus ins Leben lassen“, erzählt er.

Unterstützung bekam Peter von Lina und Frieda, zwei Mädchen aus der Friedensschule, die ihm bei der Umsetzung der Ideen halfen. Die Bilder hat, wie auch schon bei den ersten drei Piepsi-Büchern, die Gubenerin Heike Clodius mit viel Liebe gemalt und damit den Geschichten phantasievoll Leben eingehaucht. „Bei Kinderbüchern sind die Bilder äußerst wichtig. Kinder wollen sehen, was sie vorgelesen bekommen oder selbst lesen. Das trifft auch auf Piepsis Geschichten zu“, so der Autor.

Neuer Band beginnt mit einer Rettung

Der dritte Band endete damit, dass Piepsi mit ihrer Oma Mausi und deren Freundin ein Abrisshaus verlassen musste. Ein kleines Licht versprach am Ende des Buches Rettung. Und mit genau dieser beginnt der vierte Band. Diese Rettung naht in Person des Weihnachtsmannes, den Piepsi im Schaufenster eines Geschäftes in der Frankfurter Straße traf.

Wer die ersten drei Piepsi-Bücher kennt, weiß, dass sie aber nicht nur Kinderbücher, sondern auch Geschichtsbücher sind. Und zwar Gubener Geschichtsbücher. Das war es auch, was Andreas Peter damals dazu animierte, die Klosterkirchenmaus zum Leben zu erwecken. Er wollte damit Kindern einen Zugang zur Gubener Geschichte anbieten. Mittlerweile aber lesen nicht nur Mädchen und Jungen diese Bücher gerne, sondern auch viele Erwachsene haben schon sehnsüchtig auf den vierten Band gewartet.

Neben der Geschichte finden sich aber auch viele Gubener Orte, ja sogar reale Personen im Buch wieder, das Torhaus beispielsweise oder die Familie Wilke. Aber auch der kleinste Hut der Welt, die Weltausstellung in Paris und ein Spion spielen im vierten Band eine Rolle.

Gubener Geschichte für Kinder erzählt

Wie immer sind die geschichtsträchtigen Ereignisse und Erlebnisse kindgerecht verpackt, sodass von acht bis 88 Jahren jeder Leser schnell mittendrin ist in den neuesten Geschichten der Klosterkirchenmaus. Ein paar bislang nicht geklärte Geheimnisse werden ganz nebenbei auch aufgeklärt, zum Beispiel, dass die Initialen am Gubener Torhaus „MW“ eigentlich „Mäuse willkommen“ bedeuten. „So könnte es doch sein, oder?“, zwinkert der Autor, der das Buch übrigens der Schriftstellerin Rosemarie Schuder (1928-2018) gewidmet hat. „Ohne sie hätte es keines dieser Bücher gegeben, denn sie hat mich damals ermutigt, die Geschichten der Klosterkirchenmaus Piepsi zu veröffentlichen“, erzählt Andreas Peter.

Die Gubener Klosterkirchenmaus hat es inzwischen schon in die Klassenzimmer der Grundschulen geschafft. Und zwar nicht nur der Gubener Friedensschule, sondern sogar bis nach Strausberg. Und auch die Stadt Hameln interessiert sich für die Abenteuer der Gubener Maus. Die weiteste Reise hat Piepsi, oder besser gesagt die Bücher, nach Australien geführt, wo sie Rita Greiner, eine alte Gubenerin, erfreuen.

Piepsi entdeckt Verwandschaft in Forst

Offiziell vorgestellt wird das Buch „Piepsi – Die nächsten Abenteuer der Klosterkirchenmaus“ am Donnerstag, 12. Dezember, ab 18 Uhr in der Kirche Des Guten Hirten. Dann präsentiert Andreas Peter sein neuestes Werk der Öffentlichkeit. Und sicher wird auch von dieser Ausgabe das eine oder andere Exemplar über die Grenzen der Neißestadt hinweg gehen. Und nachdem sich kürzlich herausstellte, dass Piepsi Verwandtschaft in Forst hat, wird es sicher auch da künftig Berührungspunkte geben.