| 13:59 Uhr

Kriminalität
Leerstehendes Wohnhausin Guben brennt

Guben. 32 Feuerwehrmänner sind im Einsatz. Die Polizei bittet Bürger um Mithilfe. Silke Halpick

Guben (sha) Schon wieder brennt es in Guben: Insgesamt 32 Feuerwehrmänner und sieben Fahrzeuge mussten in der Nacht zu Mittwoch ausrücken und einen Brand in einem leerstehenden Wohnhaus in der Deulowitzer Straße löschen. Unrat im Erdgeschoss stand hier in Flammen.

Als die Feuerwehr gegen 0.15 Uhr am Einsatzort eintraf, war vor allem eine starke Rauchentwicklung zu sehen, berichtet Wehrführer Rico Nowka. Innerhalb von zwei Stunden war der Brand gelöscht und alles wieder aufgeräumt. Das Feuer blieb glücklicherweise auf den Unrat beschränkt und griff nicht auf das Haus über, sagt er.

Bereits seit einigen Wochen brennt es in der Neißestadt immer wieder. Anfang Oktober waren es oft Mülltonnen, die in Flammen standen. Am vergangenen Wochenende brannten zwei Autos, am Dienstagmorgen ein weiteres, auf dem Kaufland-Parkplatz abgestelltes Fahrzeug. Vor zwei Wochen musste die Feuerwehr auch schon einen Brand im ehemaligen Filmtheater in der Karl-Marx-Straße löschen. Auch dort stand Unrat in Flammen. Das Gebäude steht schon seit vielen Jahren leer.

Die Polizei ermittelt bereits intensiv, wie Pressesprecherin Ines Filohn auf RUNDSCHAU-Nachfrage am Mittwoch betont. Nähere Angaben zum Stand der Ermittlungen will sie allerdings nicht machen, auch um die Arbeit der Kriminalisten nicht zu behindern. Ob es einen Serienbrandstifter gibt, der in Guben sein Unwesen treibt, will sie ebenfalls weder bestätigen noch dementieren. „Wir betrachten alles im Zusammenhang und nehmen die Taten sehr ernst“, sagt sie.

Gleichzeitig bittet die Polizei aber auch die Bevölkerung um Mithilfe. Wer beispielsweise nächtliche „Personenbewegungen“ oder Verdächtige sieht, die um Autos herumschleichen beziehungsweise mit einen Fahrzeug auffällig langsam durch das Wohngebiet fahren, soll die Polizei verständigen oder sich das Kennzeichen aufschreiben , sagt Filohn. Selbst akustische Beobachtungen wie ein Knall, der beispielsweise beim Zünden von Pyrotechnik entsteht, seien interessant. „Kein Hinweis ist zu lapidar“, betont die Pressesprecherin.