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| 18:45 Uhr

Pläne für Wassereinlauf
Leag legt Pläne für Einleitbauwerke vor

Dieser Bootsanlegesteg am Pinnower See liegt schon lange auf dem Trockenen.
Dieser Bootsanlegesteg am Pinnower See liegt schon lange auf dem Trockenen. FOTO: LR / SIlke Halpick
Cottbus. Ab Mai kommenden Jahres soll Wasser in die gefährdeten Seen zwischen Guben und Cottbus fließen.

- Das Energieunternehmen Leag hat Pläne gegen den Wasserverlust in umliegenden Seen des Tagebaus Jänschwalde vorgelegt. Die Sonderbetriebspläne für den Bau von Anlagen zur Wasser-Einleitung seien fristgerecht eingereicht worden, teilte das Landesamt für Bergbau in Cottbus am Montag auf Anfrage der Deutschen Presseagentur mit. Die Behörde hatte die Vorlage bis zum 30. September verlangt.

Im Mai hatte Leag erstmals einen möglichen Zusammenhang zwischen den seit Jahren gesunkenen Wasserständen und dem Tagebaubetrieb eingeräumt und dabei angekündigt, etwas gegen den Wasserverlust zu tun. Um Braunkohle zu fördern, muss das Grundwasser in der Grube abgepumpt werden. Viele sind der Auffassung, dass dadurch auch umliegende Gebiete beeinflusst werden. Ein Teil diese Grundwassers soll nun dafür genutzt werden, den Pegelstand eizelner Seen zu stabilisieren.

Ziel ist laut Brandenburgischem Landesbergamt, bis Jahresende die Sonderbetriebspläne zuzulassen, damit rechtzeitig mit dem Bau der Wasserversorgungsanlagen begonnen werden kann.

Geplant ist, dass ab Mai 2019 Wasser eingeleitet wird. Es soll über Anlagen in den Großsee, den Kleinsee und den Pinnower See fließen.

Beim Deulowitzer See ist den Angaben zufolge hingegen vorgesehen, das umliegende Grabensystem wieder herzustellen und so das Wasserproblem in den Griff zu bekommen.

Zuletzt hatten Angler im Sommer am Kleinsee vor einem Umkippen des Gewässers gewarnt. Eine Zeitlang war im Sommer mit Spezialpumpen Wasser umgewälzt worden, um den See abzukühlen und Sauerstoff zuzuführen.