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| 14:30 Uhr

Digitales Lernen
Landrat Harald Altekrüger testet VR-Brille

Landrat Harald Altekrüger testet die neuen VR-Brillen des Gubener Museums. Museumschefin Heike Rochlitz (M.) zeigt ihm die Technik.
Landrat Harald Altekrüger testet die neuen VR-Brillen des Gubener Museums. Museumschefin Heike Rochlitz (M.) zeigt ihm die Technik. FOTO: LR / Jenny Theiler
Guben. Gubener Museum will Besucher künftig mit virtueller Realität begeistern. Landrat Altekrüger zeigt sich beeindruckt. Von Jenny Theiler

Ein Besuch im Museum kann in der heutigen Zeit erstaunlich interaktiv sein. Was durch Audioguides und digitale Tafeln mittlerweile möglich geworden ist, versucht das Stadt- und Industriemuseum Guben nun mit VR-Brillen (Virtual Reality) zu perfektionieren. Im September präsentierte das Gubener Museum die neuen Wunderbrillen, mit denen ein virtueller Rundgang durch die Stadt Guben möglich geworden ist. Am Dienstag Vormittag hat Landrat Harald Altekrüger (CDU) die Gelegenheit genutzt, die neue Technik auszuprobieren.

Im Rahmen des VR-Projektes ist der aufwendig gedrehte Imagefilm in Kooperation mit Filmemacher Walter Schönenbröcher über die Doppelstadt Guben-Gubin entstanden. Zum Projekt gehört allerdings noch mehr, wie auch Museumsleiterin Heike Rochlitz verrät: „Wir haben außerdem noch mehrere Handwerksfilme, bei denen man dem Meister gewissermaßen über die Schulter schauen kann.“ Diese realen Einblicke in Handwerksberufe passen zum Industriethema des Gubener Museums, da neben Schmied, Posementierer und Kürschner auch das Hutmacherhandwerk dokumentiert wird.

„Das war ja ganz schön aufwendig, Hüte zu produzieren“, staunt Harald Altekrüger, als er die 360-Grad-Brille abnimmt. Der Landrat bezeichnet das Projekt als sehr gelungen und könnte sich eine Ausweitung auf andere regionale Museen gut vorstellen. „Diese Region hat einiges zu bieten. Vor allem Städte wie Spremberg, Drebkau und Forst sind auch für ihre besonderen Industriezweige berühmt geworden. Diese Traditionen könnte man ähnlich dokumentieren“, sagt Harald Altekrüger.

Das Potenzial des VR-Projektes auf die gesamte Lausitz auszuweiten ist da. Dennoch verfügt das Museum bisher nur über vier Brillen. „Wir sind momentan noch auf Sponsorensuche, um noch mehr Brillen anbieten zu können“, sagt Heike Rochlitz. Neben den Schulklassen sollen vor allem auch die polnischen Nachbarn von der neuen Technik profitieren. Sowohl der Imagefilm, als auch die Handwerksfilme, können in deutscher und polnischer Sprache angeschaut werden.